INFORMATIK: ETH zeichnet Urner Primarschule aus

Die Primarschule Attinghausen hat Pionierarbeit im Informatikunterricht geleistet. Das goutiert das Ausbildungs- und Beratungszentrum für Informatikunterricht der ETH Zürich mit einer Ehrenmedaille, die der Schule am 8. Januar verliehen wird.

Florian Arnold
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Für die Primarschüler der 6. Klasse von Attinghausen gehört Programmieren zum Unterricht. (Bild Florian Arnold)

Für die Primarschüler der 6. Klasse von Attinghausen gehört Programmieren zum Unterricht. (Bild Florian Arnold)

Es tönt schwierig, doch die Primarschüler von Attinghausen nehmen es locker, ja haben sogar Spass: Sie programmieren im Unterricht. Die Schüler lernen, mit abstrakten Befehlen eine Schildkröte auf dem Bildschirm wandern zu lassen. Während sich das Tier bewegt, hinterlässt es Spuren. Und so wird es plötzlich kinderleicht, ein Programm zu entwickeln.

Mit dieser Art von Informatik leistet die Primarschule Attinghausen Pionierarbeit. Sie ist eine der ersten Schweizer Primarschulen überhaupt, die diese Unterrichtsform umsetzen. Am 8. Januar wird die Schule deshalb mit einer Ehrenmedaille ausgezeichnet, und zwar vom Ausbildungs- und Beratungszentrum für Informatikunterricht der ETH Zürich.

Den passenden Rahmen bietet der 5. Schweizer Tag für den Informatikunterricht in Aarau, wo sich eine Urner Delegation in Workshops auch gleich weiterbilden lässt. «Wir sind sehr stolz auf die Auszeichnung», sagt Paul Eller, Schulleiter der Primarschule Attinghausen.

«Nach unserem Einführungskurs wird ein Schüler nicht gerade in der Lage sein, eine Steuerung zu programmieren. Aber er versteht, wie so etwas vor sich geht», erklärt Eller. Einen Ansturm von Attinghauser Schülern auf die ETH schliesst er aus. «Doch auch in handwerklichen Berufen werden immer mehr Programmierkenntnisse gefragt, um etwa eine Säge oder eine Maschine zu bedienen.»