INFOVERANSTALTUNG: Silenen kritisiert geplante Deponie scharf

Die Silener halten gar nichts von der Idee, im Gebiet Ey eine Deponie zu realisieren. Sie verlangen, dass der Standort gestrichen wird.

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Der Urner Regierungsrat Stefan Fryberg. (Bild Sven Aregger/Neue UZ)

Der Urner Regierungsrat Stefan Fryberg. (Bild Sven Aregger/Neue UZ)

Zurzeit befindet sich die Deponieplanung Uri in der Vernehmlassung. Als möglicher Standort steht auch das Gebiet Ey in Silenen zur Diskussion. Dies zum Ärger der betroffenen Bevölkerung, die sich mit einem solchen Projekt nicht im Geringsten anfreunden kann.

Das überparteiliche Komitee «Ey-Nei!», dem unter anderen alle Silener Landräte angehören, und der Gemeinderat, der sich ebenfalls entschieden gegen ein mögliches Deponieprojekt wehrt, hatten eine Informationsveranstaltung organisiert.

«Kaum jemand freut sich über eine Deponie»
Regierungsrat Stefan Fryberg versuchte, die Wogen ein wenig zu glätten, indem er betonte, dass hinsichtlich der neuen Deponiestandorte noch nichts entschieden sei. Kaum jemand freue sich über eine Deponie, dessen sei man sich bewusst. Aus diesem Grund wolle die Regierung genau wissen, welche Argumente für und gegen ein mögliches Projekt sprechen.

Im Weiteren wies Fryberg darauf hin, dass der Kanton mittel- bis langfristig unbedingt neue Deponien brauche, insbesondere für unverwertbare Aushubmaterialien sowie die Entsorgung von Geschiebematerial aus allfälligen Unwetterereignissen. «Wir stehen unter einem enormen Druck, denn die Baubranche verlangt nach einer Deponieplanung», so der Vorsteher der Gesundheits-, Sozial- und Umweltdirektion.

Ey als Favorit – doch zuvor mehrmals ungeeignet
Laut einem Bericht, den eine Expertengruppe zuhanden des Regierungsrates verfasst hat, sind sieben Standorte in der Hauptregion (Talboden) als Deponie geeignet. Dazu gehört auch derjenige im Gebiet Ey.

Dieser figuriert sogar an erster Stelle und verfügt laut Einschätzung der Experten mit 800'000 Kubikmetern zugleich über das mit Abstand grösste potenzielle Deponievolumen. Aus der Versammlungsmitte wurden mehrfach erhebliche Zweifel an der Seriosität dieser Abklärungen geäussert.

Das Gebiet Ey war bereits mehrfach hinsichtlich seiner Tauglichkeit als Deponiestandort abgeklärt, aber stets als ungeeignet beurteilt worden. Die Silener können deshalb nicht nachvollziehen, weshalb sich nun plötzlich alles geändert haben soll. Schilter begründete diesen Wandel mit einer anderen Gewichtung der Bewertungskriterien.

Urs Hanhart

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Freitag in der Neuen Urner Zeitung.