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INFRASTRUKTUR: Die Post soll in Uri Arbeitsplätze schaffen

In einem Vorstoss wird gefordert, dass die Post in Uri betriebliche Einheiten ansiedeln solle. Das Anliegen stösst bei der Regierung auf Anklang.
Bürger hefteten sich am Samstag einen solchen Button an und wehrten sich damit gegen die Poststellenschliessung. (Bild: urh (Wassen, 20.5.2017))

Bürger hefteten sich am Samstag einen solchen Button an und wehrten sich damit gegen die Poststellenschliessung. (Bild: urh (Wassen, 20.5.2017))

Landrat Flavio Gisler (CVP, Schattdorf) und Landrat Thomas Sicher (FDP, Altdorf) reichten am 15. März eine Parlamentarische Empfehlung zu Forderungen gegenüber der Schweizerischen Post ein. Die Initianten halten in ihrem Vorstoss fest, dass die Post in den 1990er-Jahren nach und nach betriebliche Einheiten ausgelagert habe. Somit konnten in den betroffenen Gebieten zahlreiche neue Arbeitsstellen geschaffen werden.

Da weiterhin Einheiten ausgelagert werden könnten, soll die Post diese regionalpolitische Verantwortung nun auch im Kanton Uri wahrnehmen, um dadurch die erfolgten und allenfalls noch geplanten Stellenreduktionen und Poststellenschliessungen zu kompensieren. Die beiden Landräte denken dabei an Operation Centers, Paketzentren oder Briefsubzentren. «Es gibt in Uri mehrere Industriegebiete, die noch Platz für eine Einheit der Post bieten würden und sich durch die zentrale Lage an der Autobahn auch optimal dafür eignen würden», so Flavio Gisler.

Uri beim Stellenabbau stark betroffen

Die Urner Regierung begrüsst in ihrer gestern veröffentlichten Antwort die Richtung der Parlamentarischen Empfehlung. «Die Voraussetzungen im Kanton Uri sind günstig, einen Bereich der Schweizerischen Post oder einer ihrer Tochtergesellschaften anzusiedeln», hält die Regierung fest. Möglichkeiten auf Seiten der Infrastruktur seien in der Industriezone Schächenwald und möglicherweise auch in der «Werkmatt Uri» vorhanden. Die Regierung meint zudem, dass die geografisch zentrale Lage, die schnellen Anbindungen von Strasse und Schiene sowie das grosse Einzugsgebiet für den Arbeitsmarkt (Zentralschweiz und Bellinzonese) für den Kanton Uri sprechen.

Die Regierung betont, dass sie ihre Möglichkeiten ausschöpfen und einen Beitrag dazu leisten will, damit eine betriebliche Einheit der Schweizerischen Post oder ihrer Tochtergesellschaften im Kanton Uri angesiedelt werden kann.

In den vergangenen zehn Jahren fielen schweizweit bei der Post rund 1700 Stellen weg. Mit einem Stellenrückgang von 17,53 Prozent in dieser Periode ist Uri einer der am stärksten betroffenen Kantone. Schweizweit beträgt die durchschnittliche Reduktion nur gerade 4,51 Prozent. Auf 100 Beschäftigte kommen heute schweizweit 1,12 Postmitarbeiter, in Uri sind es lediglich 0,75 Mitarbeiter pro 100 Beschäftigte.

Philipp Zurfluh

philipp.zurfluh@urnerzeitung.ch

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