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INFRASTRUKTUR: Lenzerheide und Andermatt in der Poleposition

Im Rennen um einen Standort für ein nationales Schneesportzentrum liegt die Lenzerheide in Front. Weiter hoffen können Andermatt und Engelberg, denn ein Entscheid ist noch nicht gefallen.
Luftseilbahn auf den Gemsstock. (Bild: Keystone)

Luftseilbahn auf den Gemsstock. (Bild: Keystone)

Die Lenzerheide schneidet im technischen Bericht des Bundesamts für Sport, der am Donnerstag in Magglingen präsentiert wurde, als möglicher Standort für ein nationales Schneesportzentrum am besten ab. Andermatt liegt nur gerade 1,6 Prozent dahinter (siehe Grafik). Auf den weiteren Plätzen folgen Engelberg und Fiesch. Abgeschlagen sind Davos und Grindelwald. Formal ausgeschieden sind S-chanf, Wildhaus und Crans-Montana. Sie haben in einem Hauptkriterium das Soll nicht erreicht, werden aber in der Rangliste der Vollständigkeit halber aufgeführt. Auf eine Standort-Empfehlung verzichtet das Bundesamt für Sport, wie es mitteilt.

Andermatt punktet bei Infrastruktur

In einem ersten Schritt analysierten die Behörden die insgesamt neun Bewerber auf Schneesicherheit, Zentrumsstandort, Erschliessung, Erreichbarkeit und Verfügbarkeit der Infrastruktur. Am besten schnitt die Lenzerheide ab. Die grösste «Schwäche» gegenüber den Mitbewerbern sei die schlechtere Erreichbarkeit, sowohl mit Zug und Bus, als auch mit dem Auto.

Der grösste Pluspunkt von Andermatt sind die bundeseigenen Immobilien. Damit seien die staatspolitischen Anliegen bestens erfüllt, schreibt das Bundesamt für Sport. Andermatt ist nach S-chanf sogar die schneesicherste Destination. Bemängelt am Standort Andermatt wurde, dass die bestehende Turnhalle nicht den Anforderungen entspreche. Eine neue Dreifachturnhalle soll auf dem Kasernenareal geplant werden.

Engelberg in Lauerstellung

Tiefe Noten erhält Engelberg wegen der Schneesicherheit, insbesondere weil viele Anlagen auf 1000 Meter über Meer liegen. Ansonsten erfülle Engelberg die Kriterien sehr gut. Die Erschliessung innerhalb des Standortes sei hervorragend, Engelberg liege zentral und habe die kürzesten Anreisezeiten von allen, schreibt das Bundesamt für Sport weiter.

Wie geht es weiter?

«Die Politik wird entscheiden, ob und wo es ein Nationales Schneesportzentrum geben wird», sagte Matthias Remund, Direktor des Bundesamts für Sport. Das sei nicht aussergewöhnlich. Schon bei der einstigen Sportschule in Magglingen hätten drei Bundesräte entschieden.

Ob letzlich Lenzerheide oder Andermatt oder gar ein weiterer Bewerber den Zuschlag erhält, ist offen. Denn der Entscheid könne nicht alleine aufgrund des Evaluationsberichts gefällt werden. Zu berücksichtigen sind etwa finanzpolitische Aspekte und aktuelle parlamentarische Vorstösse. Der Bundesrat wird im ersten Halbjahr mit den beteiligten Standorten eine Aussprache führen und danach einen Entscheid fällen. Die Bewerber haben bis Februar Zeit, offene Fragen einzureichen.

Mit dem Nationalen Schneesportzentrum sollen die Rahmenbedingungen für die Durchführung von Schneesportlagern für Schulen verbessert werden. Das Zentrum soll auch für Aus- und Weiterbildungskurse im Schneesport dienen und Ansprüchen des Leistungssports genügen.

Hinweis:
Der ausführliche Schlussbericht »

Punkte im Evaluationsbericht des Bundesamts für Sport

*S-chanf, Wildhaus und Crans-Montana sind formal ausgeschieden.

rem

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