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Initiativkomitee befürchtet Rohrkrepierer

Das Komitee der Volksinitiative «Zur Regulierung von Grossraubtieren im Kanton Uri» reagiert mit gemischten Gefühlen auf den Vorschlag der Urner Regierung.
Carmen Epp

Es sei positiv, dass die Regierung ihr Anliegen zumindest teilweise für gültig erklärt, sagt Christian Arnold, Co-Präsident des Initiativkomitees und SVP-Landrat von Seedorf auf Anfrage. Damit sei das Thema zumindest nicht ganz vom Tisch.

«Regierung reicht heisse Kartoffel dem Bund weiter»

Eine Standesinitiative halte er persönlich jedoch für verspätet. Der Kanton Wallis habe ähnliche Anliegen bereits 2014 beim Bund deponiert, was eine Diskussion ausgelöst und schliesslich die Revision der Jagdverordnung angestossen habe. Jetzt auch noch mit einer Urner Standesinitiative in Bern anzuklopfen, wäre «Wasser in die Reuss getragen», die Initiative würde zum Rohrkrepierer. «Es scheint mir, als ob die Regierung die heisse Kartoffel einfach dem Bund weiterreichen möchte», so Arnold.

Initiativkomitee behält sich Gang vor Bundesgericht vor

Das Initiativkomitee warte nun den Antrag der Sicherheitskommission und schliesslich die Landratsdebatte ab. Sollte der Landrat die Volksinitiative ebenfalls für teilweise ungültig erklären, könnte dagegen Beschwerde beim Bundesgericht erhoben werden. Diesen Schritt gelte es in den nächsten Tagen und Wochen zu prüfen, sei aber grundsätzlich denkbar. Denn: Das Komitee sei nach wie vor überzeugt, dass die Initiative als Ganzes und damit auch das Verbot der Einfuhr und Freilassung von Grossraubtieren bundesrechtskonform ist.

WWF Uri will weder Volks- noch Standesinitiative

Der WWF Uri äussert sich ebenfalls zum Thema. Er empfiehlt dem Landrat, die Initiative abzulehnen. Eine Standesinitiative hingegen sei unnötig und stärke nur den Rücken der Gegner von Grossraubtieren. Die Zeit solle besser «für weitere und dringend notwendige Verbesserungen des Herdenschutzes in Uri eingesetzt werden», schreibt der WWF Uri.

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