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Initiator des Hauses der Volksmusik in Altdorf wird geehrt

Das Haus der Volksmusik stösst an Grenzen und setzt neue Zeichen. An der GV des Trägervereins standen mit Fabian Müller und Willi Valotti zwei verdienstvolle und prägende Personen im Zentrum.
Präsident Erich Herger gratuliert Fabian Müller, dem «Bauherrn» des Hauses der Volksmusik, zur Ehrenmitgliedschaft. (Bild: PD)

Präsident Erich Herger gratuliert Fabian Müller, dem «Bauherrn» des Hauses der Volksmusik, zur Ehrenmitgliedschaft. (Bild: PD)

(pd/eca) «Das Haus der Volksmusik bewältigt sehr viele Aufgaben mit sehr knappen Ressourcen», erklärte Erich Herger, Präsident des Trägervereins Haus der Volksmusik, an der GV vom 23. März in Altdorf. Grosse Herausforderungen seien die Finanzierung, die Bedürfnisse bezüglich Infrastruktur, die Öffentlichkeitsarbeit sowie die Vereinsstruktur an sich. Rund 3700 Arbeitsstunden konnte die Geschäftsstelle mit 160 Stellenprozent in die Volksmusik investieren – das sind rund 200 Arbeitsstunden mehr als im Vorjahr.

Ende Mai 2017 wurde die Datenbank des Hauses der Volksmusik unter www.volksmusik.ch veröffentlicht. Aktuell umfasst sie über 17'000 Datensätze, was einer Zunahme von über 1000 Datensätzen innert Jahresfrist entspricht. «Es gibt weiterhin im Haus der Volksmusik viel zu tun», betonte Markus Brülisauer, Leiter der Geschäftsstelle. Archivbestände warten auf Aufarbeitung. Die Nachfrage nach Bildungsangeboten steige. Etablierte Konzepte müssen überarbeitet werden. Brülisauer dazu:

«Die Angebote werden immer mehr genutzt. Offenbar entsprechen sie einem Bedürfnis, was uns natürlich sehr freut und uns in unserer Arbeit auch bestätigt.»

Die Schattenseite sei, dass das Haus zunehmend an die Grenzen seiner finanziellen, personellen und infrastrukturellen Ressourcen stosse.

Ziel: Aufnahme in die Kulturbotschaft des Bundes

Anlässlich eines Workshops hatte sich der Vorstand mit der Ausrichtung des Hauses auf die nächsten Jahre beschäftigt. Das neue Betriebsjahr wird von Umstrukturierungen geprägt sein. Der Bereich Öffentlichkeitsarbeit, Marketing und Kommunikation wird gestärkt. Die Organisation des Trägervereins erfährt eine Auffrischung. Mit dem Ja zur Statutenrevision an der GV wurden die Voraussetzungen dafür geschaffen. «Was einst mit dem Gründungsgeist zur Verankerung des Hauses und zur Verstärkung des Zwecks noch einen Sinn ergab, muss heute zur Erfüllung der strategischen Aufgaben, zur Wahrnehmung und zur Unterstützung des Betriebes mit klaren Zuständigkeiten und Ausrichtungen im Vorstand stärker geregelt werden», sagte Herger. Das Ziel sei die Aufnahme in die nächste Kulturbotschaft des Bundes. «Dafür sind grosse Anstrengungen notwendig, schwerpunktmässig in der Kommunikation.» Der Detaillierungsgrad der Statuten wurde konkretisiert, der Aufgabenbereich im Vorstand nach Fachbereichen strukturiert.

Fabian Müller, das erste Ehrenmitglied

«Damit die Volksmusik auch bei uns den ihr gebührenden Stellenwert in der Musikpädagogik er-halten kann, damit sie gepflegt, erforscht und weiterentwickelt werden kann, brauchen wir ein lebendiges Zentrum, ein Begegnungszentrum, welches den Austausch unter den Musikanten, Kurse, Seminare, die Ausbildung von Fachkräften, Konzerte sowie die Organisation eines regelmässig durchgeführten Festivals gewährleistet. Ein Zentrum, das als Informationsstelle dient und den Kontakt mit ähnlichen Institutionen im Ausland ermöglicht. Kurz: Was wir brauchen, ist ein lebendiges Haus der Volksmusik.» Das schrieb Fabian Müller, Komponist und Musiker, im April 2002.

Vier Jahre später war es soweit. Er war zu Beginn zusammen mit Franz-Xaver Nager Co-Leiter des Hauses der Volksmusik. Seit 2006 gehörte er dem Vorstand des Trägervereins an. An der diesjährigen GV trat Müller aus dem Vorstand zurück. Die Versammlung ernannte ihn zum ersten Ehrenmitglied des Trägervereins Haus der Volksmusik. «Fabian Müller hatte nicht nur eine Vision und die Idee, sondern auch die Tatkraft und Bereitschaft, aktiv mitzumachen. Dafür gebührt ihm Ehre, Dank und Anerkennung», sagte Erich Herger.

Verabschiedung von Willi Valotti

«Die Schweizer Volksmusik ist ein Stück Kultur, welches sich lohnt, zu pflegen und weiter zu entwickeln. Ich versuche, möglichst viele Zuhörerinnen und Zuhörer, aber auch Musikerinnen und Musiker für gepflegte Volksmusik zu begeistern.» Das erklärte Willi Valotti, Komponist, Kapellmeister und Akkordeonist aus dem Toggenburg. Seine Begeisterung lebte er auch für das Haus der Volksmusik. Seit 2011 wirkte er im Vorstand mit, nun trat er zurück. «Seine Kompetenz und sein Engagement waren eindrucksvoll, für uns wesentlich und nachhaltig», so Herger.

Im Vorstand verblieben Erich Herger, Bürglen, als Präsident, Werner Schibig, Küssnacht am Rigi, als Vizepräsident, Max-Peter Baumann, Musikethnologe, Silvia Delorenzi, Biasca, Präsidentin der Gesellschaft für die Volksmusik in der Schweiz, und Ständerat Josef Dittli, Attinghausen.

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