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Antrag zur Änderung der Verordnung über den Friedhof sorgt für Diskussionen

In der katholischen Kirchgemeinde Altdorf ersetzt Edith Zurfluh-Indergand die abtretende Monika Planzer-Arnold. Zu diskutieren gab auch eine Änderung der Verordnung über den Friedhof. Neu sollen Ehepaare die gleiche Grabstätte benutzen können. Mit grossem Mehr stimmte die Versammlung dem Antrag zu.
Die wiedergewählte Kirchenratspräsidentin Sandra Lussmann-Arnold (Mitte) verabschiedet Monika Planzer-Arnold und Armin Auf der Maur. (Bild: Georg Epp (Altdorf, 10. Dezember 2018))

Die wiedergewählte Kirchenratspräsidentin Sandra Lussmann-Arnold (Mitte) verabschiedet Monika Planzer-Arnold und Armin Auf der Maur. (Bild: Georg Epp (Altdorf, 10. Dezember 2018))

Die Kirchgemeindeversammlung Altdorf vom vergangenen Montag wurde von einem Grossaufmarsch von 111 Personen überrascht. So wurde die Versammlung vom Kirchenzentrum Bruder Klaus in die Kirche umdisponiert. Präsidentin Sandra Lussmann-Arnold freute sich über das grosse Interesse.

Für die Amtsdauer 2019/20 gab es im Kirchenrat einen Wechsel zu verzeichnen. Nach 10-jähriger Amtszeit demissionierte Monika Planzer-Arnold. Als neues Mitglied wurde Edith Zurfluh-Indergand einstimmig in den Rat gewählt. Wiedergewählt wurden Präsidentin Sandra Lussmann-Arnold und die Mitglieder Thomas Imholz und Pfarrer Daniel Krieg. In der Rechnungsprüfungskommission wird Adrian Zurfluh neu Präsident und Thomas Ziegler ersetzt den abtretenden Präsidenten Armin Auf der Maur.

Automatische Türe erleichtert Eingang

Ohne Wortbegehren akzeptierten die Stimmbürger die Budgetvorlage 2019 und den unveränderten Steuerfuss von 82 Prozent. Das Budget mit einem Aufwand von 2,93 Millionen Franken schliesst mit einem Aufwandüberschuss von 70’200 Franken. Im Budget enthalten ist eine automatische Türe an der Pfarrkirche St. Martin für rund 35’000 Franken, um Rollstuhl- oder Rollatorenfahrern den Eingang in die Pfarrkirche besser zu ermöglichen. Enthalten ist auch der Studienauftrag Sigristenhaus mit Kosten von rund 85’000 Franken. Dieses Bauvorhaben im denkmalgeschützten Kirchenbezirk stellt hohe Anforderungen an Projektierung und Gestaltung, weshalb die Gemeindebe- und Denkmalschutzbehörde früh in die Planung einbezogen werden. Ende Oktober nächsten Jahres will man den Wettbewerb abschliessen, im Juni 2020 wird ein Projektierungskredit unterbreitet und im folgenden Dezember der Baukredit verabschiedet. Die Bauarbeiten sollen vom Juni 2021 bis März 2022 erfolgen.

Auch das Kreditbegehren von 130’000 Franken für die Neugestaltung des Innenhofs des Pfarreizentrums wurde gutgeheissen. Seit längerem wünschen die Benützer des Zentrums einen attraktiven, witterungsgeschützten Bereich im Freien. Der anlässlich des Umbaus der beiden Pfrundhäuser in den 1980er-Jahren erstellte Sitzplatz kann wegen fehlender Überdachung nicht benutzt werden. Ein Architektenbüro hat nun das Projekt für einen geschützten Sitzplatz mit einer aufsteigenden Tribüne ausgearbeitet.

«Einmalig kann eine zweite Urne bestattet werden»

Am meisten zu diskutieren gab der Antrag von Josef Schön-Mattli. Er beantragte eine Änderung der seit 2014 neu in Kraft gesetzten Verordnung über den Friedhof von Altdorf. Er beantragte, folgenden Artikel zu ändern: «In einer Grabstätte im Urnenhain kann eine Urne bestattet werden. Eine Konzession ist nicht erforderlich». Dieser soll künftig wie folgt lauten: «In einer Grabstätte kann einmalig eine zweite Urne bestattet werden». Schön-Mattli begründete seinen Antrag damit, dass es oberstes Ziel sei, dass Ehepaare die gleiche Grabstätte benutzen können. Im Namen des Kirchenrates erwähnte Thomas Imholz die Beweggründe, die zur jetzigen Verordnung beigetragen haben und die ablehnende Haltung gegenüber von Schön-Mattlis Antrag. So sei die Mehrfachbenützung einer der Grabstätte im Familiengrab möglich. Bei einem Familiengrab oder einem Einzelgrab brauche es eine Konzession, für eine Grabstätte im Urnenhain bislang nicht.

Bei Annahme des Antrages müsste die Verordnung grundlegend angepasst werden. Man befürchtet auch, dass die Bewirtschaftung des Urnenhains erschwert würde, denn mit einer Doppelbestattung würde sich die Grabesruhe im Extremfall von 15 Jahren auf maximal 30 Jahre verlängern. Ganze Grabfelder würden so auf Jahre hinaus blockiert und man befürchtet, dass viel schneller als geplant ein neuer, kostspieliger Urnenhain benötigt würde.

Nach intensiver Diskussion entschied sich die Versammlung mit grossem Mehr von 82 zu 18 Stimmen dem Antrag zur Änderung der Verordnung zuzustimmen. Die Verordnung wird nun angepasst.

Kosten für Erneuerung und Neugestaltung des Kirchplatzes St. Martin werden unterschritten

Die Anwesenden wurden auch über weitere Tätigkeiten informiert. So konnten zwei Bauvorhaben abgeschlossen werden. Die Kosten für die Erneuerung und Neugestaltung des Kirchplatzes St. Martin konnten trotz Mehrleistungen um rund 65’000 Franken unterschritten werden. Wegen diverser Mehrleistungen gab es bei der Umgebungsgestaltung Bruder Klaus eine Kostenüberschreitung von rund 11’000 Franken. Die Kreditvorlage für die Aussen- und Innenrenovation der Kapelle Unterheiligkreuz beim Kantonsspital von 550’000 Franken wurde an der Kirchgemeindeversammlung vom Juni dieses Jahres genehmigt. Zurzeit laufen die Vorarbeiten unter der Leitung von Architekt Erwin Scheiber. Der Baubeginn ist auf Anfang April 2019 vorgesehen.

Kirche Bruder Klaus feiert bald 50-jähriges Jubiläum

Pfarrer Daniel Krieg orientierte über die geplante Jubiläumsaktivität «50 Jahre Kirche Bruder Klaus». Der erste Festkreis startet am 14. Mai nächsten Jahres mit einem Wortgottesdienst. Am 17. Mai findet die Abendwallfahrt zum Bruder Klaus statt, am 19. Mai ist ein Festgottesdienst mit anschliessendem Fest vorgesehen. Der zweite Festkreis geht am Kilbiwochenende vom 28. und 29. September nächsten Jahres über die Bühne.

Das Jubiläum «50 Jahre Marienkapelle Eggberge» wird am kommenden 23. Dezember mit einem Festgottesdienst gefeiert. Die Finanzierung der Renovation der Kapelle, die im Jahr 2019 erfolgen soll, ist gut aufgegleist. Knapp 490’000 Franken sind bisher gesammelt worden.

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