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INSTRUMENTENPARCOURS: Kinder haben die Qual der Wahl

Der Tag der offenen Tür an der Musikschule Uri stiess am vergangenen Samstag bei den Kindern auf reges Interesse. Viele wollten sofort ein Instrument ausprobieren.
Paul Gwerder
Musiklehrer Michel Truninger erklärt einem Mädchen die Klarinette. (Bild: Paul Gwerder (Altdorf, 25. März 2017))

Musiklehrer Michel Truninger erklärt einem Mädchen die Klarinette. (Bild: Paul Gwerder (Altdorf, 25. März 2017))

Paul Gwerder

redaktion@urnerzeitung.ch

Auffallend viele Kinder zogen am Samstag mit ihren Eltern oder Grosseltern ins Schulhaus Bernarda oder in die Aula Hagen in Altdorf. Dort hatte die Musikschule Uri einen Instrumentenparcours eingerichtet. In über zwei Dutzend Räumen konnten die Kinder die ganze Palette an Instrumenten besichtigen. Auch Peter Baumann aus Andermatt war mit seinen Kindern in Altdorf: «Das Blockflötenspielen ist ihnen inzwischen verleidet, und nun möchten sie etwas anderes ausprobieren, vielleicht ein Saxofon.» Die Lehrpersonen der Musikschule zeigten mit grosser Geduld den Kindern die unterschiedlichen Musikinstrumente und berieten die Eltern.

Die Mädchen und Knaben zogen eilig von einem Zimmer ins andere und probierten oder bestaunten die verschiedenen Instrumente. Die Auswahl reichte von Blockflöten, Panflöten, Gitarren, Keybord, Hackbrett, Harfe, Ukulele, Violine, über Querflöte, Schwyzerörgeli, Posaune, Saxofon, Oboe, Fagott bis hin zum beliebten Schlagzeug. Das Musikhaus Gisler aus Altdorf war mit einer Instrumentenausstellung vor Ort; so konnten viele Informationen aus erster Hand in Erfahrung gebracht werden.

Grosses Interesse am Schwyzerörgeli

«Bei den Mädchen steht das Klavier immer noch im Zentrum des Interesses, während bei den Knaben die Gitarre und vor allem das Schlagzeug sehr beliebt sind», sagte Roger Scheiber, der in einem 40-Prozent-Pensum im Sekretariat arbeitet und die übrige Zeit als Gitarrenlehrer unterrichtet. Grosses Interesse weckte bei den Mädchen wie auch Knaben das Schwyzerörgeli. Musiklehrer Fredy Reichmuth, der bekannte Ländlermusikant, erklärte den Kindern geduldig, wie die kleineren und grösseren Örgeli funktionieren: «Ihr müsst nur auf die Knöpfe drücken und gleichzeitig ziehen, dann entsteht ein Ton.» Das Handorgelspielen sei für Jugendliche ab der 3. bis 4. Klasse geeignet, sagte Reichmuth. Ein Vorteil sei, wenn die Kinder vorher schon gewisse Grundlagen wie Kenntnisse der Noten haben, welche sie zum Beispiel beim Unterricht mit der Blockflöte erlernt haben.

«Für mich ist wichtig, dass man langsam anfängt», betonte Reichmuth. «Es geht dafür ein wenig länger, aber wenn ich die Kinder zu viel fordere, kann es dem einen oder anderen ‹verleiden›.» Reichmuth erklärte den Kindern auch, dass beim Ziehen oder Stossen des Balges ein anderer Ton entsteht und sich auf der linken Seite die Tasten des Basses befinden.

Freude am Musizieren ist das Wichtigste

Während die Kinder jeweils gleich praktisch zu Werke gingen, fragten viele Eltern, welches Instrument denn nun für ihr Kind geeignet sei. «Natürlich hat zum Beispiel ein Mädchen mit langen Fingern einen gewissen Vorteil beim Klavierspielen, oder je nach Lippenstellung ist es sinnvoller, Klarinette zu lernen statt Querflöte. Aber schlussendlich entscheidet das Kind, denn wenn es will, kann es mit Fleiss ein jedes Instrument lernen», betonte Martin Giese, der die Musikschule Uri seit acht Jahren leitet. Eine der wichtigsten Voraussetzungen für den Erfolg sei, dass die Mädchen und Buben erstens Freude am Musizieren haben und regelmässig üben.

Die Musikschule Uri bietet allen im Kanton Uri wohnhaften Kindern und Jugendlichen in Erstausbildung eine musikalische Schulung in allen Stilrichtungen an. Die rund 65 Lehrpersonen – die meisten in einem Teilpensum angestellt – unterrichten knapp 1200 Schülerinnen und Schüler. Der Unterricht findet bei genügend Anmeldungen nach Möglichkeit sogar in der jeweiligen Wohngemeinde der Musikschüler statt. Der Kanton Uri übernimmt 60 Prozent der Lohnkosten der Lehrpersonen bei Schülerinnen und Schülern im schulpflichtigen Alter, den Rest bezahlen die Eltern selber. Für Kinder aus finanziell bescheidenen Verhältnissen können die Eltern einen Antrag auf Schulgeldermässigung stellen.

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