INTERPELLATION: WOV-Etappierung wirft Fragen auf

Der Bau des Kreisels Schächen soll 2019 beginnen. Fragen stellen sich aber noch im Zusammenhang mit dem Langsamverkehr im Bereich Kreisel Schächen–Kollegi Altdorf.

Bruno Arnold
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Ein Knackpunkt ist der Langsamverkehr beim Knoten Schächen. Bild: Urs Hanhart (Bürglen, 16. November 2016)

Ein Knackpunkt ist der Langsamverkehr beim Knoten Schächen. Bild: Urs Hanhart (Bürglen, 16. November 2016)

Mit dem Bau der 1,3 Kilometer langen West-Ost-Verbindung (WOV) vom Kreisel Wysshus in Attinghausen bis zur Schächenbrücke in Schattdorf soll Ende 2018 begonnen werden (siehe auch unsere Zeitung von gestern). Die Eröffnung ist Anfang 2021 vorgesehen.

Seit Ende Oktober ist bekannt, dass die Planung des Knotens Schächen etappiert wird. Aktuell läuft die öffentliche Ausschreibung der Ingenieurarbeiten für den Kreisel Schächen und die dazugehörigen Strassenanpassungen. In einem weiteren Schritt wollen die Baudirektion Uri sowie die Gemeinden Schattdorf und Bürglen gemeinsam Lösungen zu suchen, um die Verkehrssicherheit für Velofahrer und Schulkinder im Bereich Schächenbrücke zu finanziell tragbaren Kosten zu verbessern.

Gisler befürchtet eine Vernachlässigung

In einer gestern eingereichten Interpellation stellt Claudia Gisler (CVP, Bürglen) der Regierung die folgenden Fragen zur erwähnten Etappierung:

Wie wird der Langsamverkehr bei der aktuellen Planung des Knotens Schächen gewichtet?

Erhalten der Langsamverkehr und der motorisierte Individualverkehr auf dem Streckenabschnitt zwischen dem Knoten Schächen und dem Kreisel Kollegi bei der Planung der Strasseninfrastruktur und der Finanzierung der Kosten trotz Etappierung dieselben Prioritäten?

Welche Kosten waren vor der WOV-Abstimmung vom 18. Oktober 2015 berechnet worden, und wie berechnen sich die Kosten heute für die geplanten baulichen Vorhaben im Bereich Schächenbrücke?

Muss angenommen werden, dass die Verkehrssicherheit für den Langsamverkehr auf den erwähnten Abschnitten aus Kostengründen vernachlässigt wird?

Wurden oder werden an der im Bericht und Antrag des Regierungsrats an den Landrat vom 30. September 2014 und vom 31. März 2015 vorgelegten Linienführung der WOV vom Kreisel Wysshus bis zum Knoten Schächen Korrekturen vorgenommen und falls ja, welche?

Welche Abweichungen zur Botschaft über die Abstimmung vom 18. Oktober 2015 betreffend Beschluss über den Rahmenkredit für das Strassenbauprogramm (Periode 2015–2020; Umsetzung der West-Ost­-Verbindung) wurden bisher und werden bis zur Fertigstellung der WOV noch vorgenommen?

Bisher war jeweils von einem Tempo-60-Regime die Rede. Hat dieses noch Gültigkeit, oder liegen Gründe vor, von diesem Regime abzuweichen?

Bruno Arnold