INTERPELLATION: Zwyssig hat das Axen-Gerangel satt

Obwohl die Schwyzer und die Grünen blocken: Arthur Zwyssig hofft, dass der Ausbau der Axenstrasse zügig umgesetzt wird.

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Sisikon leidet unter dem Durchgangsverkehr. Deshalb soll die Axenstrecke ausgebaut werden. (Bild Urs Hanhart/Neue UZ)

Sisikon leidet unter dem Durchgangsverkehr. Deshalb soll die Axenstrecke ausgebaut werden. (Bild Urs Hanhart/Neue UZ)

«Gerangel am Axen»: Arthur Zwyssig (FDP, Sisikon) hat seine gestern eingereichte Interpellation markant betitelt. Doch der Sisiger Landrat hat die Überschrift aus leidiger Erfahrung gewählt. «An einem schönen Sonntag im Sommer stauen sich die Autos gegen Abend kilometerweise. Da braucht man von Flüelen bis nach Sisikon eine Stunde.»

Deshalb setzt sich Zwyssig für einen Ausbau der Axenstrecke und eine Strassenumfahrung von Sisikon ein. In letzter Zeit hat er aber festgestellt, dass rund um diese Ausbauprojekte eine Polemik ausgebrochen ist. Und er glaubt auch zu wissen, wer dafür verantwortlich ist: «Die Grünen sehen generell Rot bei neuen Strassenprojekten. Und im Kanton Schwyz war man noch nie Feuer und Flamme für den Axenausbau, und es wird bereits die Frage aufgeworfen, ob ein Ausbau in dieser Form nötig sei.» In Schwyz befürchte man, dass durch den Tunnelbau im Axen die Neat-Linienführung zwischen Brunnen und Schwyz gefährdet sei.

Das Tunnelprojekt ist mehr als eine Dorfumfahrung
Wer gegen einen Axenausbau sei, verhindere gleichzeitig auch die Entlastung und Umfahrung von Sisikon. Allerdings, so betonte Zwyssig, gehe es beim Tunnelprojekt um weit mehr als nur um eine Dorfumfahrung. «Uri musste aufgrund seiner Pendler und des Tourismus an einer funktionierenden Zufahrtsachse Richtung Nord ein hohes Interesse haben», sagte Zwyssig. Mit einem Strassentunnel im Axen würde auch das Risiko von Naturgefahren reduziert.

Aus all diesen Gründen hofft Zwyssig nun auf den Bund «und dass der Beschluss, das Nationalstrassennetz fertig zu bauen, gegen alle Widerstände zügig umgesetzt wird».

Philipp Arnold

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Donnerstag in der Neuen Urner Zeitung.