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ISENTHAL: 14 Schafe tot – war es der Wolf?

Hat der Wolf erneut zugeschlagen? Auf der Alp Gitschenen unterhalb des Risetenstocks sind 14 Schafe gerissen worden.
Anfangs Juni an der Isleten: Es dürfte ein Wolf gewesen sein, der einem Urner vor die Kamera lief. (Bild: Leserbild)

Anfangs Juni an der Isleten: Es dürfte ein Wolf gewesen sein, der einem Urner vor die Kamera lief. (Bild: Leserbild)

Sechs bis sieben Schafe werden noch vermisst. Dies bestätigte am Mittwochabend der Isenthaler Jagdaufseher Oskar Bissig auf Anfrage unserer Zeitung. «Die Risse deuten sehr stark auf den Wolf hin. Er waren keine schönen Bilder», sagte er. Ob sich der Wolf-Verdacht erhärtet, muss sich aber erst noch weisen. Die Auswertung der DNA-Spuren dauert rund drei Wochen.

Gemäss Bissig hat es zwei Angriffe auf die Schafe gegeben. Die erste Attacke soll sich zwischen Donnerstagabend und Samstagmorgen ereignet haben, die zweite in der Nacht auf Montag. Fünf bis sechs Schafbauern seien von den Übergriffen betroffen. Insgesamt befanden sich auf der Alp unterhalb des Risetenstocks laut dem Jagdaufseher 207 Schafe.

Umzäunte Weide

Die Schafe hätten sich in einer umzäunten Weide befunden, sagte der Jagdverwalter. Besondere Schutzmassnahmen seien keine getroffen worden. Die verbleibenden Schafe sollen nun auf derselben Alp in ein anderes Gebiet gebracht werden, wie der Jagdverwalter weiter sagte. Es würden auch Herdenschutzmassnahmen geprüft.

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Der Kanton Uri hatte am Montag Schafhalter per SMS über den vermuteten Wolfsangriff informiert. Der Warndienst besteht seit 2013.

Mutmasslicher Wolf fotografiert

Mit den aktuellen Vorfällen zeichnet sich immer deutlicher ab, dass ein Wolf im Grenzgebiet zwischen den Kantonen Uri und Nidwalden verkehrt. Denn bereits in der Nacht auf den 5. Juni waren in Emmetten NW acht Schafe gerissen worden. 24 Stunden zuvor hatte ein Urner Autofahrer an der Isleten einen mutmasslichen Wolf fotografiert nur 6 Kilometer Luftlinie von Emmetten entfernt. Ein Wolf kann pro Nacht bis zu 70 Kilometer zurücklegen.

Sven Aregger/sda

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