ISENTHAL: Am nächsten Wochenende müssen Wanderer kein Ticket lösen

Am kommenden Wochenende ist die Fahrt mit dem Postauto ins Isental kostenlos. Zudem kann, wer bis Ende Juni am Fotowettbewerb teilnimmt, attraktive Preise gewinnen.

Josef Schuler
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Auf dem Mundartweg können viele Eigenheiten der Sprache entdeckt werden. (Bild: PD)

Auf dem Mundartweg können viele Eigenheiten der Sprache entdeckt werden. (Bild: PD)

Josef Schuler

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Die Isenthaler Strasse gehört zu den abenteuerlichsten Postautostrecken der Schweiz. Die Fahrt bietet einen imposanten Blick in ein magisch anmutendes Bergtal oder auf den Urnersee und Talboden. Postauto Zentralschweiz und Isenthal Tourismus laden die Gäste am 10. und 11. Juni zu einem Gratis-Postauto-Wochenende ein. Hin- und Rückfahrt sind für einmal kostenlos.

Das Bergdorf ist finanziell nicht auf Rosen gebettet. Trotzdem gelingt es, der Abwanderung die Stirn zu bieten. In den vergangenen Jahrzehnten wurden grosse Anstrengungen unternommen, um den Wandertourismus zu fördern. Die Zahl der Übernachtungen stieg auf rund 9000 an. Mit Freiwilligenarbeit werden rund 105 Kilometer Wanderwege unterhalten.

Beim Wandern gibt es viel zu erleben

Einige Abschnitte sind als Erlebniswege inszeniert. Am bekanntesten sind der Naturrundweg Gitschenen und der Isenthaler Bärenweg. Als Wanderführer wurde im Jahre 2001 der naturkundliche Höhenweg Musenalp–Biwaldalp am Fusse des Urirotstocks publiziert. Mit Unterstützung der Urner Kantonalbank konnte 2016 der Erlebnisweg «Urchigs Handwerk» eröffnet werden. Wer mit dem Postauto bei der Haltestelle «Chäppeli» aussteigt und auf dem alten Landweg Richtung Isenthal wandert, erlebt auf mehreren Stationen die Handwerkstraditionen. Man legt selber Hand an und erfährt, wie man früher Studengarben für den Kachelofen oder Heugarnnetze fürs Wildiheuen herstellte oder wie man mit Schnitzesel oder mit Tierleder Alltagsgegenstände anfertigte. Unterwegs trifft man auf die Sagenskulpturen, die im Rahmen des Gitschener Bildhauersymposiums realisiert wurden.

Der neu eröffnete Urner Mundartweg führt zwischen den offenen Seilbahnbergstationen Furggelen und Obere Bärchi über die Scheidegg. Wer auf dreizehn Stationen den eingravierten Steinen folgt, erfährt sprachliche Eigenheiten der Urner Mundart.

Für die Kulturkommission war die Eröffnung des Mundart- und Handwerkwegs, aber auch die Auszeichnung «Isenthal als Landschaft des Jahres 2016» Anstoss, den öffentlichen Fotowettbewerb «Verliebt in Isenthal» auszuschreiben.

Als Preise winken ein Saisonabonnement des Skilifts Gitschenen, Familien- und Alpenwanderungspauschalen, Gratisferien im Berggasthaus, Schlafen im Stroh, attraktive Gitschenhöreli- und Sewenhütte-Übernachtungen, Hotelweekends und Schlemmer-Nachtessen für zwei Personen. Ferner gibt es je eine exklusive Wildbeobachtungstour mit Wildhüter Oskar Bissig und eine Tagestour mit Bergführer Wisi Infanger zu gewinnen. Es locken Kunstwerke wie die Zwergskulptur mit roter Zipfelkappe des Kunstbildhauers Peter Bissig. Zu gewinnen gibt es Alpkäse, Geschenkkörbe und «Huisgmachts», einen Isenthaler Bücherkorb, Jahreskalender und vieles mehr.

Bereits sind rund 150 Fotos eingetroffen. Mit zwölf der ausgewählten und auf Jahreszeiten abgestimmten Fotos wird ein Isenthaler Jahreskalender 2018 produziert. Grundsätzlich geht es darum, die Sympathien zu Isenthal zu stärken, die Augen zu öffnen für die Schönheiten der ­Natur, für Verborgenes und Überraschendes. Der in Isenthal aufgewachsene Markus Aschwanden nimmt noch bis Ende Juni Fotos entgegen.

Hinweis: Infos zum Gratis-Postauto-Wochenende vom 10. und 11. Juni gibt es unterwww.isenthal.ch.Der Einsendeschluss des Fotowettbewerbs ist am 30. Juni: <i style="font-size: 1em;">isenthaler.ch/fotowettbewerb</i>