Isenthal: Das Defizit wächst

Die Berggemeinde rechnet mit einem Minus von 155'000 Franken und einer zusätzlichen Investition von 40'000 Franken. Hinzu kommen verschiedene Kredite. Als Landrat gewählt wurde alt Gemeindepräsident Pirmin Bissig.

Florian Arnold
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Isenthal rechnet mit roten Zahlen. (Bild: Manuela Jans-Koch | LZ)

Isenthal rechnet mit roten Zahlen. (Bild: Manuela Jans-Koch | LZ)

Die Gemeinde Isenthal hat das Budget 2020 genehmigt. Dieses verheisst rote Zahlen: Gerechnet wird in der Erfolgsrechnung mit einem Aufwandüberschuss von 155'000 Franken, dies bei einem Gesamtaufwand von rund 1,86 Millionen. Der Steuerfuss wird auf 117 Prozent belassen, jener für Unternehmen auf 2,4 Promille.

Mobilfunk soll besser werden

Mit einer neuen Glasfaserkabelverbindung zwischen Bodmi und St. Jakob will sich die Gemeinde für die Zukunft wappnen. Kostenpunkt: 45'000 Franken. Die Swisscom konnte dazu bewogen werden, das Angebot im Isenthal zu verbessern. Der Mobilfunkmasten im Bodmi wird ausgebaut und auf Gitschenen ein neuer erstellt. Bereits im kommenden Jahr wir auf dem Wanggrat ein neuer Mast gebaut, der das Kleintal besser abdeckt. Im Zusammenhang mit diesen Projekten wurde die Gemeinde dazu verpflichtet, eine Kabelverbindung zwischen dem Verteiler Bodmi und der Talstation Gitschenen zu erstellen.

Im Isenthal werden 2021 zwei Jubiläen gefeiert, zum einen das 400-jährige Bestehen der Gemeinde sowie die 200-Jahr-Feier der Kirche St. Theodul. Im Rahmen dieser werden Publikationen erscheinen, eine Ausstellung sowie verschiedene Veranstaltungen durchgeführt. Der Kirchenrat und der Gemeinderat beantragten je 60'000 Franken. Damit soll unter anderem die Geschichte Isenthals aufgearbeitet werden. Angezapft werden auch der Theodulfonds und der zweckgebundene Kulturfonds.

Den beiden Verpflichtungskrediten wurde zugestimmt, ebenso einer Investition von 40'000 Franken für die Anschaffung eines Anbaugeräts, das befestigt an einem Traktor als Schneefräse eingesetzt werden kann.

11 Jahre im Gemeinderat

Pirmin Bissig. (Bild: PD)

Pirmin Bissig. (Bild: PD)

Als neuer Landrat gewählt wurde an der Versammlung Pirmin Bissig. Der 50-Jährige war von 2005 bis 2016 im Gemeinderat, zuletzt als Gemeindepräsident. Er ist verheiratet und Vater von zwei Kindern.

Orientiert wurde die Gemeinde darüber, dass das Lawinenwarnsystem im Grosszug nun in Betrieb genommen werden kann. Die Bürgermitwirkung für die Zukunft der Gemeinde ist am Laufen, verschiedene Arbeitsgruppen haben ihre Tätigkeit aufgenommen. Die Gemeinde denkt zudem über den Bau eines Wärmeverbunds mit einer Holzschnitzelheizung nach. Die steinschlaggefährdete Bärchistrasse wurde mittlerweile mit dem Leiter des Amts für Naturgefahren begutachtet, Ergebnisse werden zu einem späteren Zeitpunkt folgen.