ISENTHAL: Wolf darf nicht mehr abgeschossen werden

60 Tage lang war der Wolf, der im Gebiet Isenthal mehr als 30 Schafe gerissen hat, zum Abschuss freigegeben. Nun ist er wieder sicher – die Abschussbewilligung wird nicht verlängert.

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(Symbolbild) (Archivbild Romano Cuonz)

(Symbolbild) (Archivbild Romano Cuonz)

Im Juni 2015 hat ein Wolf auf verschiedenen Alpen in der Gemeinde Isenthal mehr als 30 Schafe gerissen und auch in der Gemeinde Emmetten im Kanton Nidwalden wurden in die-ser Zeit 10 Schafe durch einen Wolf getötet.

Die Schadenschwelle gemäss Wolfkonzept Schweiz wurde damit deutlich überschritten. Zur Vermeidung von weiteren Schäden wurde im Amtsblatt vom 26. Juni 2015 eine entspre-chende Abschussverfügung publiziert. Der Abschussperimeter umfasste das vermutete Streifgebiet des schadenstiftenden Wolfes. Sie umfasste die Gemeinden Seelisberg, Bauen, Isenthal, Seedorf, Attinghausen und Erstfeld West (bis Reuss).

Die Abschussbewilligung wurde gemäss Wolfkonzept Schweiz auf 60 Tage befristet. Diese Frist läuft nun aus. Die Frist kann nur maximal 30 Tage verlängert werden wenn während der 60 Tage Abschussbewilligung weitere Wolfrisse zu verzeichnen sind.

Seit Ende Juni 2015 gibt es keinerlei Anhaltspunkte dafür, dass sich der Wolf noch im Gebiet des Abschussperimeters aufhält: Es gab weder Meldungen bezüglich Sichtbeobachtungen, Spuren oder Rissen von Wild- oder Nutztieren noch fand die Wildhut, die eine intensive Prä-senz im Gebiet ausübte, entsprechende Anzeichen. Wir gehen daher davon aus, dass der Wolf Ende Juni das Gebiet des Abschussperimeters verlassen hat und weiter gezogen ist.

Daher wird die Abschussbewilligung nicht verlängert, wie die Sichergheitsdirektion des Kantons Uri am Montag mitteilte.

Wie im Wolfkonzept Schweiz vorgesehen, wird nun versucht, einen technisch möglichen, praktikablen und finanzierbaren Herdenschutz im Gebiet aufzubauen, um solche Wolfschä-den in Zukunft möglichst zu vermeiden.