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Isenthaler schaffen den Weltrekord

69 Meter und 207 Sprossen: Das sind die Kennzahlen der längsten Leiter der Welt. Beim Transport und der Montage am Sonntag halfen auch viele prominente Gäste mit.
Georg Epp
Gross und klein helfen Tourismuspräsident Ruedi Bissig, die Rekordleiter zu transportieren. (Bild: Georg Epp (Isenthal, 8. Juli 2018))

Gross und klein helfen Tourismuspräsident Ruedi Bissig, die Rekordleiter zu transportieren. (Bild: Georg Epp (Isenthal, 8. Juli 2018))

Die Begeisterung war von allem Anfang gross, als Isenthal Tourismus und die Kulturkommission die Idee ins Gespräch brachten, den Weltrekord der längsten Leiter zu brechen. Die Anfrage, am Eröffnungstag des neuen, alpinen Kulturwanderweges Via Urschweiz, am Sonntag, 8. Juli, etwas Spezielles zu machen wurde damit sofort positiv beantwortet.

Ruedi Bissig, Präsident von Isenthal Tourismus, hat die Idee mit dem Bau der Rekordleiter gleich selber ins Gespräch gebracht. «Wandern und Handwerk wollten wir unbedingt verbinden», so Bissig. «So war es naheliegend, dass man die Leute animierte, den Erlebnisweg Urchigs Handwärch ab Chäppeli oder ab der Seilbahnstation Gitschenen zu begehen, zwei Holmen und je drei Sprossen zu fassen und ins Dorf auf den Schulhausplatz zu transportieren.»

Rekord aus Österreich weit übertroffen

Anfänglich wusste man noch nicht, dass aktuell die Österreicher Gemeinde St. Leonhard am Hornerwalden mit 41,16 Metern Weltrekordinhaberin ist. Als man dies erfuhr, war klar, dass man die Länge von 50 Metern mit 150 Sprossen anstreben wollte.

Auch die Mitglieder der Prominentenwanderung, die von der Klewenalp her Isenthal erreichten, hatten Gelegenheit, sich am Bau der Rekordleiter zu beteiligen. Vor allem Kinder hatten grossen Spass, auf dem Erlebnisweg «Urchigs Handwärch» nicht nur «Stüüdägarbä machä, uf em Schnätzesel schnitzä oder mit Garä und Läder schaffä», sondern ebenfalls zwei Holmen und drei Sprossen zu fassen und ins Dorf auf den Schulhausplatz zu transportieren.

Hier stand Holzbildhauer Peter Bissig mit seinen Helfern bereit, um die Rekordleiter zusammenzusetzen. Dazu waren 400 Laufmeter Dachlatte nötig, um in Meterstücken zusammenzusetzen. Punkt 14 Uhr konnte der Rekord von 50 Metern gemeldet werden, am Schluss waren es sage und schreibe 69 Meter. In Teilstücken à 10 Metern Länge wurde die Leiter an den Standort Bächi transportiert und zu 69 Metern zusammengesetzt.

Prominenteste Leiterträger waren neben Tourismuspräsident Ruedi Bissig die Nidwaldner Regierungsrätin Karin Kayser, Landratspräsident Peter Tresch, Ständerat Isidor Baumann, alt Regierungsrat Josef Arnold und Regierungsrat Urs Janett. Auch die prominenten Helfer hatten viel Spass an der Sache.

Die Leiter ist für Isenthaler zentral

Animiert zur Idee mit der Rekordleiter hat mit Sicherheit auch das Isenthaler Wappen, dass eine dreisprossige Leiter auf rotem Grund zeigt. Es erinnert an alte Zeiten, als man Isenthal ab Isleten über die gefährliche Schlucht ob dem Isenthaler Bach nur mit einer Leiter erreichte. Isenthal war am längsten abgeschnitten, erst im Jahre 1951 kam die Strasse ins Isenthal. Ob die Rekordleiter den Eintrag ins «Guiness-Buch der Rekorde» schaffen wird, ist noch ungewiss. Tatsache ist aber, dass die neue Weltrekordleiter 207 Sprossen und eine Länge von genau 69 Metern aufweist. Im Gegensatz zur Rekordleiter St. Leonhard ist sie nicht begehbar, sie ziert aber den Weg zum ehemaligen alten Schützenhaus am Aufgang zum Bächi und kann von Touristen jederzeit besichtigt und bestaunt werden.

Josef Schuler, Präsident der Kulturkommission Isenthal und Mitglied in der Arbeitsgruppe Via Urschweiz, meinte dazu: «Es kann durchaus sein, dass wir die Mitglieder des bisherigen Rekordes aus St. Leonhard einmal ins Landschaftsparadies Isenthal einladen und ein freundschaftliches Treffen organisieren».

Gemeindepräsidentin Antoinette Kempf freute sich über den Rekord und das Engagement des Tourismus- und Kulturvereins Isenthal. Sie freute sich auch, dass durch den Kulturwanderweg Via Urschweiz die Kantone Nidwalden und Uri noch näher zusammenrücken.

Mit einem ganzen Mosaik von Anlässen wurde die Eröffnung des Kulturwanderweges Via Urschweiz gefeiert. Allein in Isenthal gab es neben dem Weltrekordversuch mit der Riesenleiter das Ludo-Kinderfest auf dem Schulhausplatz, in Gitschenen gab es geführte Wanderungen auf dem Naturlehrpfad. Zudem wurde vor dem Transport der Leiter ein Ballonwettbewerb mit attraktiven Preisen gestartet.

Mit der Rekordleiter hat Isenthal einmal mehr bewiesen, dass die Vereine Tourismus Isenthal und der Kulturverein Isenthal laufend aktiv sind, um den Touristen immer wieder neue Attraktionen zu bieten.

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