ISENTHAL/SEMPACH: Adler mit Schrot abgeschossen

Ein geschützter Steinadler aus dem Kanton Uri ist letzte Woche im Tierspital Zürich verendet. Todesursache war eine schwere Lungenentzündung.

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Niklaus Zbinden mit dem geschwächten Steinadler, bevor er nach Zürich gebracht wurde. (Bild pd)

Niklaus Zbinden mit dem geschwächten Steinadler, bevor er nach Zürich gebracht wurde. (Bild pd)

Bei der Untersuchung wurden vier Schrotkugeln im Körper des Tieres entdeckt. Niklaus Zbinden von der Vogelwarte Sempach vermutet, dass die Kugeln den Raubvogel bei der Nahrungssuche behinderten. Ein Wildhüter hatte ihn Mitte Februar in Isenthal gefunden. Josef Walker, Jagdverwalter des Kantons Uri, ist wütend: «Wer auf einen Steinadler schiesst, wird hart angefasst. Wir werden Anzeige erstatten.»

Nachdem der Steinadler in der Vogelwarte abgegeben wurde und dort kaum gefüttert werden konnte, wurde er noch geschwächter drei Tage später ins Tierspital Zürich überführt, wo er wenige Stunden später einging. Er wurde untersucht. «Das Röntgenbild zeigte im Körper vier Schrotkugeln», sagt Zbinden. Die Geschosse waren jedoch nicht die unmittelbare Todesursache. Laut Untersuchungsbericht starb der Adler an den Folgen einer Lungenentzündung.

Roger Rüegger 

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Samstag in der «Neuen Luzerner Zeitung» und ihren Reigionalausgaben.