Isidor Bauman kritisiert BFS-Studie

Laut Bundesamt für Statistik (BFS) wächst die Urner Bevölkerung nur minimal. Man habe den Sawiris-Effekt ignoriert, kontert der Urner Volkswirtschaftsdirektor Isidor Baumann.

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Der Urner Volkswirtschaftdirektor Isidor Baumann. (Bild: Archiv Neue UZ)

Der Urner Volkswirtschaftdirektor Isidor Baumann. (Bild: Archiv Neue UZ)

«Wir fühlen uns unkorrekt behandelt», sagt der Urner Volkswirtschaftsdirektor Isidor Baumann. Denn das Bundesamt für Statistik (BFS) hat am Montag die Zahlen zum erwarteten Bevölkerungswachstum in den einzelnen Kantonen publiziert – Uri ist mit einem Wachstum von knapp zwei Prozent bis 2035 am hintersten Ende angesiedelt. «Das BFS hat weder den Sawiris-Effekt noch das neue Steuersystem in Uri gebührend berücksichtigt», sagt Baumann. Im Gegensatz zur BFS-Studie rechnet er, gestützt auf eine Studie der Urner Kantonalbank, mit einem Bevölkerungswachstum von rund zehn Prozent, wenn das Ressort in Andematt fertig gestellt ist. Also bereits in rund zehn Jahren.

Baumann befürchtet aufgrund der schlechten Positionierung einen Image-Schaden für seinen Kanton und verlangt vom BFS eine Korrektur der Zahlen. Das BFS hält auf Anfrage an seiner Prognose fest.

Barbara Inglin

Ein Interview mit Isidor Baumann lesen Sie am Mittwoch in er Neuen Urner Zeitung.