Isidor Baumann will ins Stöckli

Am 23. Oktober wählt das Urner Volk den Nachfolger von Ständerat Hansheiri Inderkum. Aber bereits jetzt dreht sich das Kandidatenkarussell.

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Isidor Baumann (Archiv Neue UZ)

Isidor Baumann (Archiv Neue UZ)

Am Donnerstag hat Hansheiri Inderkum offiziell bekannt gegeben, dass er sich nicht mehr als Ständerat zur Wahl stellt. Die CVP will den frei werdenden Sitz mit allen Mitteln verteidigen, dies nachdem sie im April eines ihrer beiden Ständeratsmandate an den grünliberalen Markus Stadler verloren hat.

CVP entscheidet am 9. Juni«Wir werden dem Souverän einen Wahlvorschlag präsentieren, damit die vitalen Interessen Uris in Bern auch weiterhin klar, kompetent und effektiv sichergestellt werden», sagt Präsidentin Patrizia Danioth Halter, Altdorf. Die Nominationsversammlung der Kantonalpartei findet am 9. Juni statt.

Für die CVP-Präsidentin sind gegenwärtig alle Optionen offen. «Es ist noch verfrüht zu sagen, ob die CVP Uri mit einer Einer- oder einer Zweierkandidatur ins Rennen steigt», so Danioth. Bezüglich einer eigenen Kandidatur wollte sich die CVP-Landrätin gestern noch nicht äussern. Dies im Gegensatz zu Regierungsrat Isidor Baumann: «Ich stehe für eine Kandidatur zur Verfügung», erklärte er auf Anfrage. Als Volkswirtschaftsdirektor habe er sich in den vergangenen elf Jahren mit den für den Kanton wichtigen Dossiers wie Verkehr, Regionalpolitik oder Landwirtschaft beschäftigt. «Ich möchte die Herausforderung annehmen, diese Kernthemen auch auf Bundesebene im Interesse des Kantons zu vertreten und im eidgenössischen Parlament etwas bewegen», sagt der 56-jährige CVP-Politiker.

SVP Uri muss suchen

Bereits Nein gesagt haben der von der CVP Altdorf angefragte alt Landrat Franz-Xaver Muheim sowie der Chef der CVP-Landratsfraktion, Leo Brücker. Und auch für CVP-Regierungsrätin Heidi Z’graggen dürfte eine erneute Kandidatur kaum in Frage kommen.

Die SVP Schweiz will in jedem Kanton antreten. Für die SVP Uri heisst dies: Sie wird sich auf die Suche nach einem valablen Kandidaten machen müssen. Auch innerhalb der SP dürfte man sich die Frage einer Kandidatur stellen. Klar ist bereits jetzt: Regierungsrat Markus Züst steht nicht zur Verfügung.

Bruno Arnold / Neue UZ