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Italienischer Künstler zeigt in Altdorf sein aktuelles Schaffen

Der Künstler Carlo Bazzoni ist schon fast ein Einheimischer geworden. Die Bilder der fünften Ausstellung überzeugen durch Tiefe und Kraft der Farben.
Künstler Carlo Bazzoni mit Laudatorin Monika Schuler. (Bild: Robi Kuster (Altdorf, 23. November 2018))

Künstler Carlo Bazzoni mit Laudatorin Monika Schuler. (Bild: Robi Kuster (Altdorf, 23. November 2018))

Der Ansturm am Freitagabend in der Kleingalerie Müller an der Hellgasse 12 in Altdorf bewies, dass Carlo Bazzoni im Kanton Uri inzwischen alles andere als ein Unbekannter ist. In den vergangenen Jahren hat er insgesamt fünfmal in den Räumlichkeiten ausgestellt.

Bazzonis Bilder sind eine Vermischung von Realismus und psychologischem Hintergrund, die den Betrachter staunen und nachdenken lässt. Immer wieder überrascht der Künstler aus Italien mit etwas Neuem. Die insgesamt neun ausgestellten Gemälde sind alle in den letzten zwei Jahren entstanden. Sie zeigen eine etwas reifere Sichtweise der Welt, wie sie Bazzoni mit Jahrgang 1940 heute sieht. Da der Maler seine Aussenwelt heute anders wahrnimmt als noch in jungen Jahren, haben sie auch eine andere Aussagekraft.

Immer wieder ein Neustart in eine andere Welt

Carlo Bazzoni ist ein Künstler, der sich einem Thema, den Gedanken und einer Idee verpflichtet fühlt und dies alles umzusetzen versucht. Nach einer schöpferischen Pause begibt er sich jeweils wieder in eine andere Richtung der Malerei. Es ist dann immer wieder gleichsam ein Neustart in eine andere Welt. Bazzoni malt, weil er einfach malen muss, um zu zeigen, was er fühlt und wie er denkt. Als älterer Maler beschäftigt er sich auch mit dem Problem der Einsamkeit. Die Personen, die in den Bildern zu sehen sind, verdeutlichen es eindrücklich.

Fotos, Zeitungen und die Eindrücke seiner Umgebung

Seine Quellen als leidenschaftlicher Sammler sind Fotos, Zeitungsausschnitte und die Eindrücke seiner Umgebung. Diese ist weitläufig. Er wohnt in der Nähe von Rom, stammt aus Bologna, studierte in Florenz, machte Reisen nach Kanada, Deutschland, Frankreich und in die Schweiz, von wo auch seine Partnerin Monika Schuler stammt, die am Freitagabend die Laudatio hielt. Monika Schuler wohnt in Zürich. Es sei eine Fernbeziehung seit 1983, meinte sie, die aber umso besser gehalten habe.

Carlo Bazzoni arbeitet mit verschiedenen Techniken wie Aquarell, Mischfarben, Öl, Holz, Papiermaché und sogar Lehm. Er ist ein Perfektionist, der skizziert, überprüft und hinterfragt. Jedes Bild habe eine lange Vorlaufzeit, bis damit begonnen werde, sagte Monika Schuler. Basiselemente seien die Intensität der Farben, der Rhythmus und der Einsatz der Elemente. Bei der Ausstellung in der Kleingalerie kommt das Figurative besonders zum Ausdruck. So zeigt Bazzoni zum Beispiel eine kleine nackte Figur, welche beim Sonnenaufgang den Morgen begrüsst und wohl nicht weiss, wie sie sich kleiden soll. Andere Figuren sind in Gedanken versunken wie die Betrachter der Bilder in der Ausstellung. Die Werke strahlen eine gewisse Melancholie und Spiritualität aus.

Es ist eine Welt eines älter werdenden Malers, der aber noch voll Tatendrang ist, diese neu zu entdecken. Erstmals stellte der Künstler 1998 in der Kleingalerie aus. Die aktuelle Ausstellung wurde wie die früheren von Willy Müller in Zusammenarbeit mit Monika Schuler und Carlo Bazzoni realisiert.

Die Austellung in der Kleingalerie Müller dauert bis zum 1. Dezember und ist während der Geschäftsöffnungszeiten zugänglich. Die Bilder können alle käuflich erworben werden.

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