JAGD: Die Hunde lassen ihre Herrchen schwitzen

Die Urner Jäger finden ihre getroffenen Tiere nicht immer sofort. Schweisshunde mit feiner Nase helfen beim Suchen. Die Tiere trainieren intensiv und müssen eine Prüfung für die Jagd ablegen.

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Max Arnold unterwegs mit seinem Schweisshund. (Bild Elias Bricker/Neue UZ)

Max Arnold unterwegs mit seinem Schweisshund. (Bild Elias Bricker/Neue UZ)

Der Hund wird nervös und wittert Blut von Wild. In der Fachsprache sagt man «Schweiss». Im Sommer finden monatlich kantonale Schweisshundeübungen statt. Schweisshunde werden auf der Jagd für die Nachsuche eingesetzt. Geschossene oder angeschossene Tiere, die der Jäger nicht findet, müssen durch ein Hundegespann gesucht werden. «Es kann leider immer wieder vorkommen, dass auch die besten Schützen einmal nicht tödlich treffen», sagt Max Arnold, Obmann des Urner Schweisshundewesens. «Die Wildnachsuche gehört zu den heiligsten Geboten der Wildgerechtigkeit.»

Eingefrorenes Blut verteilt
«Such Verwund», befiehlt der Schattdorfer Arnold seinem Schweisshund. Auf einem Stein sind einige Bluttropfen zu sehen. In hohem Tempo rennt der Deutsche Wachtel hin und her und sucht sich durch den Wald. Rund 24 Stunden zuvor haben Jäger eine 300 Meter lange Fährte durch den Wald gelegt. Rund zwei Deziliter Rehblut, das die Jäger seit der letzten Jagd eingefroren hatten, wurden verteilt.

Max Arnold kommt ins Schwitzen, wenn er mit seinem Hund mithalten will. Arnold hält seinen Schweisshund an einer 10 Meter langen Leine. Nach rund 15 Minuten, einem starken Abstieg und einem ebenso steilen Aufstieg ist der Hund am Ziel. Mit einem Stück Rehfell ist das Ziel markiert. Es gibt ein «Gutzäli» als Belohnung für den eifrigen Sucher. «Es ist erstaunlich, wie schnell und wie exakt ein Hund das getroffene Tier orten kann», sagt Arnold.

Elias Bricker

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Donnerstag in der Neuen Urner Zeitung.