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JAGD: Gämsbestand in Uri nimmt weiter ab

Die Urner Jäger haben in der vergangenen Jagdsaison im Vergleich zum Vorjahr mehr Rehe und Murmeltiere geschossen. Der Gämsbestand bleibt weiterhin tief.
Salome Infanger
Gämsen – wie diese im Tierpark Goldau – gibt es im Kanton Uri immer seltener. (Bild: Manuela Jans (Arth-Goldau, 29. Juli 2011))

Gämsen – wie diese im Tierpark Goldau – gibt es im Kanton Uri immer seltener. (Bild: Manuela Jans (Arth-Goldau, 29. Juli 2011))

Im Gegensatz etwa zu Hirschen müssen Jäger geschossene Rehe und Gämsen nicht vorweisen, sondern auf einer Abschusskarte eintragen. Nun wurden die Karten ausgewertet, und die Zahlen zur vergangenen Jagdsaison 2016 liegen vor. Die liefern nicht nur Rückschlüsse auf den Erfolg der Jäger, sondern auch darauf, wie es um die Tierbestände steht. Werden viele Tiere geschossen, ist auch die Population der Art gross.

Bei den Rehen liegt die Zahl der Abschüsse im Bereich des Vorjahres. Zwar hat der Luchs den Rehen in den vergangenen Jahren zu schaffen gemacht. Jagdverwalter Josef Walker freut sich, dass trotzdem ein Anstieg verzeichnet werden konnte. 301 Rehe haben die Jäger in ihre Auswertungskarten eingetragen. Das sind 39 Tiere mehr als noch im Jahr 2015.

Negativtrend bei den Gämsen hält weiter an

Die Aufbereitung des Murmeltierfleisches und die Gewinnung von Murmeltieröl ist zeitauf­wendig. Trotzdem gibt es immer noch Jäger, die auf Murmeltierjagd gehen. Mit 284 Abschüssen wurden 56 Murmeltiere mehr abgepasst als im Vorjahr.

Walker ist mit der Jagdsaison zufrieden. «Es wäre aber erfreulich, wenn auch der Gämsbestand wieder ansteigen würde.» Hier sieht die Lage nämlich anders aus: Der Gämsbestand ist seit Jahren rückläufig. So wurden im vergangenen Jahr gerade mal 438 Gämsen erlegt.

Zum Vergleich: Im Jahr 2008 wurden 709 Gämsen geschossen, 2013 deren 500, 2014 nur noch 455, 2015 mit 443 wieder leicht weniger – ein Trend, der bis zuletzt anhält. Grund für diese Entwicklung sind wachsender Tourismus in den Berggebieten, Grossraubtiere oder Krank­heiten.

Salome Infanger

salome.infanger@urnerzeitung.ch

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