Jäger haben Pfarrkirche dekoriert

Nach 5-jährigem Unterbruch haben die Schächentaler Jagdgruppen die Pfarrkirche für den Dankgottesdienst dekoriert.

Georg Epp
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Vor dem Hauptaltar und den Kirchenfenstern erstellten die Jagdgruppen kleine Kunstwerke. (Bild: Georg Epp, Schächental, 9. November 2019)

Vor dem Hauptaltar und den Kirchenfenstern erstellten die Jagdgruppen kleine Kunstwerke. (Bild: Georg Epp, Schächental, 9. November 2019)

Bei den Jägern ist es Tradition, sich im Herbst bei Gott für die Gaben der Natur und für eine unfallfreie Jagdsaison zu bedanken. Nach einem fünfjährigen Unterbruch entschlossen sich die Schächentaler Jagdgruppen, die Pfarrkirche Unterschächen zum insgesamt dritten Mal für einen Dankgottesdienst zu dekorieren.

Unter dem OK-Präsidenten Mario Gisler, der in der Jagdgruppe «Spitzenegg» integriert ist, wurden die Dekorationen in der Pfarrkirche und in der Aula, die anschliessend für den Jägerhock zur Verfügung stand, organisiert. Gemäss Mario Gisler war es kein Problem, die Jäger zu motivieren, obwohl der Aufwand immer sehr gross sei.

Naturpark in der Kirche

Die Kirche war bis auf den letzten Platz besetzt. Die Messe des vergangenen Samstags, 9. November, wurde durch die Jagdhornbläsergruppe Bärgarvä musikalisch umrahmt und der Urner Jägerverein nutzte den Gottesdienst für das Gedächtnis an verstorbene Vereinsmitglieder. Jost und Mario Gisler, die Hauptverantwortlichen der Kirchenschmückung, aber auch die mithelfenden Frauen ernteten viel Lob und Anerkennung für die liebevolle Gestaltung – es entstand ein kleiner Naturpark. Zahlreiche Materialien aus der Natur, eine grosse Artenvielfalt von Wildtieren, sowie Trophäen, wie zum Beispiel ein kapitaler Hirschstier, wiesen auf die Jägersprache und die noch weitgehend unberührte Naturlandschaft im Schächental hin.

Vor dem Hauptaltar und an den Fenstern der Pfarrkirche sind echte Kunstwerke entstanden. Im Mittelpunkt der Messe stand die Ansprache des einheimischen Pfarrers Stefan Schmitt. Seine Worte über den Umgang mit der Natur, Jagd und Weidwerk fanden grossen Anklang.

Im Anschluss an den Gottesdienst ging in der Aula ein gemütlicher Jägerhock über die Bühne. Auch hier wurde bis ins letzte Detail dekoriert, im Mittelpunkt stand ein «Schopf-Unterstand» aus Rundholz, erstellt von Hanspeter Gisler. Jagd sei vielmehr als nur ein Hobby, Jagd sei Leidenschaft, Naturverbundenheit und vor allem Kameradschaft, meinte Mario Gisler. Genau diese Elemente standen auch am Abend im Zentrum. Der gemütliche Teil wurde musikalisch umrahmt von den Ländlerformationen «Gitschengruess» und «Echo vom Rüchä». Bis früh in die Morgenstunden wurden zahlreiche Geschichten und Jägerlatein ausgetauscht.

Ein grosser Dank und ein grosses Kompliment gehört Allen, die zu diesem tollen Anlass etwas beigetragen haben. Die Schächentaler Jäger haben gute Öffentlichkeitsarbeit geleistet und viel zu einem guten Image der Jagd beigetragen. Am 30. November treffen sich die Jäger nochmals zur Hubertusjagd in Unterschächen.