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Jahreskonzert der Musikgesellschaft Erstfeld bot viel Abwechslung

Mit einem breiten Musikmix zum Thema «Berge, Seen und Täler» zeigte sich die Jungmusik und Musikgesellschaft Erstfeld in bester Spiellaune und gut gerüstet für die bevorstehenden Wettspiele.
Lorenz Gamma
Von konzertant bis publikumsnah – die Musikgesellschaft Erstfeld wusste zu begeistern. (Bild: Lorenz Gamma, Erstfeld, 6. April 2019)

Von konzertant bis publikumsnah – die Musikgesellschaft Erstfeld wusste zu begeistern. (Bild: Lorenz Gamma, Erstfeld, 6. April 2019)

Die Jungmusik unter der Leitung von Matteo Previtali eröffnete den Abend am vergangenen Samstag mit einem bunten Melodienstrauss. Medleys von Michael Jackson und George Gershwin gehörten zum Repertoire.

Die Nachwuchsformation ist innerhalb der vergangenen Jahrzehnte von einst über 50 Mitglieder zu einem Ensemble von lediglich zehn Aktiven geschrumpft. Nichtsdestotrotz sprühten die Jugendlichen vor Spielfreude und boten eine solide Leistung. Der Teilnahme am diesjährigen Eidgenössischen Jugendmusikfest in Burgdorf steht somit nichts mehr im Wege.

Bewährungsprobe für Hergiswil ist geglückt

Mit «Where Eagles Soar» begann die Musikgesellschaft Erstfeld (MGE) ihre Vortragsreihe. Aus den anfänglich zaghaften Tönen entwickelte das 30-köpfige Korps wuchtige Forti, abwechselnd mit feierlich feinen Tonfolgen. Mario Bürki ist derzeit einer der populärsten Schweizer Blasmusikkomponisten. Die Inspiration zum Werk «The Grapes Of The Sun», lieferte ihm das deutsche Weinbaugebiet Kaiserstuhl.

Die MGE beteiligt sich mit dieser Konzertkomposition am Innerschweizer Musikfest von Mitte Juni in Hergiswil. Die Interpretation galt somit als eigentlicher Formtest. Die technisch und harmonisch anspruchsvolle Darbietung wusste zu gefallen. Zu allfälligen Optimierungen Anlass geben könnte die tonliche Dominanz des grossen Blechs gegenüber den personell unterbesetzten Sopranstimmen (Flügelhorn und Trompete). Mit schönen Akkorden fuhren die Musikanten weiter im Programm mit dem Titel «Legend Of Cristal Lake».

Noch vor der Pause änderte die MGE den Konzertstil von konzertant zu publikumsnah. Bei der «Bürgenstock-Polka» wähnte man sich auf einer gemütlichen Sonnenterrasse des Aussichtsbergs und genoss mit geistigem Auge die Berge, Seen und Täler. Mit dem Marsch «Euphoria» begann der zweite Teil der Darbietungen. Das Holzregister meisterte dabei die virtuosen Takte mit Bravour. Auch Altmeister Jakob de Haan wurde mit der Interpretation von «River City» die Ehre erwiesen. Im gefälligen Stück führten die Musikanten das Publikum nach Sacramento, an die Zusammenflüsse des Sacramentos und American River.

Alphornduo überrascht das Publikum

Polo Hofer galt als Schweizer Mundartrocker erster Güte und wurde nebenbei zum «Kiffer der Nation» degradiert. Das dargebotene Arrangement «Best of Polo Hofer» zeigte aber, dass seine Hits durchaus musikalische Ansprüche stellen. Nun war im Saal Showtime beziehungsweise Jodlerfeststimmung angesagt. Zur Überraschung des Publikums traten Dirigent Matteo Previtali und sein Vorgänger Daniel Gutjahr gemeinsam mit dem Alphorn auf die Bühne. Unter der Leitung von Vizedirigent Hugo Biedermann ertönte «Blausee», eine Melodie aus der Feder von Hans-Jörg Sommer. Jodlerfesterprobte Konzertbesucher meinten, dass der Vortrag bei der Jury mit Sicherheit das Prädikat «gut» erreicht hätte. Im schmissigen Boogie-Woogie «Black Hills» glänzten nochmals die Solisten Daniel Gutjahr (Posaune) und Hanspeter Lusser (Trompete).

Mit «Heimweh», einem Hit der Band Plüsch, und zwei stürmisch verlangten Zugaben endete der gelungene Konzertabend der Erstfelder Blasmusikformationen. Matthias Furger führte mit Kompetenz und Witz durchs Programm. Für gemütliche Unterhaltung und Tanz sorgte anschliessend das Handorgelduo Gisler/Arnold. Aus diesem Grund trat bei einigen das Gefühl von Heimweh erst weit nach Mitternacht in Erscheinung.

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