Jahresrechnung
1 Million Franken Gewinn: Erstfelder präsentieren erfreuliches Ergebnis

Die Einwohnergemeinde Erstfeld ist zufrieden mit der Rechnung 2020. Tiefer ausgefallen als budgetiert sind etwa die Investitionskosten.

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Mit den zusätzlichen Abschreibungen von 1 Million Franken konnte die Nettoschuld in Erstfeld stark gesenkt werden.

Mit den zusätzlichen Abschreibungen von 1 Million Franken konnte die Nettoschuld in Erstfeld stark gesenkt werden.

Bild: Boris Bürgisser (Erstfeld, 10. November 2019)

(pd/RIN) Die Einwohnergemeinde Erstfeld ist mit der Jahresrechnung 2020 zufrieden. Bei Aufwendungen von rund 12 Millionen und Erträgen von knapp 13 Millionen Franken schliesst die Jahresrechnung mit einem Gewinn von 983'293 Franken ab. Gegenüber dem Budget beträgt die Verbesserung rund 969'793 Franken, wie die Einwohnergemeinde Erstfeld in einer Mitteilung schreibt. Das gute Rechnungsergebnis erlaubt zusätzliche Abschreibungen von rund 1 Million Franken. Nach Vornahme der zusätzlichen Abschreibungen wird ein Gesamtergebnis von 23'293 Franken ausgewiesen. Der Gewinn werde dem Bilanzüberschuss gutgeschrieben.

Die Investitionsrechnung 2020 weist bei Ausgaben von 1,723 Millionen und Einnahmen von rund 109'000 Franken eine Nettoinvestitionszunahme von 1,615 Millionen Franken aus. Budgetiert war eine Nettoinvestitionszunahme von 1,718 Millionen Franken. Die Nettoinvestitionen fallen somit um rund 103'000 Franken tiefer aus als budgetiert.

Weniger Ausgaben bei Gemeindehaussanierung

Die Abweichung der Nettoinvestitionen sei relativ klein, so die Einwohnergemeinde Erstfeld. Bei den einzelnen Positionen seien jedoch grössere Abweichungen zu verzeichnen. Beim Gemeindehaus sind die Ausgaben für die Sanierungsarbeiten rund 60'000 Franken tiefer ausgefallen. Der Ersatz der Fenster wurde auf das Jahr 2021 verschoben. Der mit 62'000 Franken budgetierte Schlauchverleger mit Anhänger konnte durch die Feuerwehr nicht mehr im Jahr 2020 beschafft werden. Die Beschaffung erfolge im Jahr 2021.

Mit der Planung der Sanierung des öffentlichen Schutzraums Butzen wurde begonnen. Die Bauarbeiten werden in den Jahren 2021 und 2022 ausgeführt. Abklärungen haben gezeigt, dass der Fensterersatz beim Sportgebäude Jagdmatt nur mit einer gleichzeitigen Fassadenrenovation Sinn macht, weshalb auf den Ersatz der Fenster verzichtet wurde. Dies hat Minderausgaben von 113'000 Franken zur Folge.

Planung für Talstrasse kostet nur ein Bruchteil des Budgetierten

Bei der Sportanlage Pfaffenmatt wurde der Naturrasen wie geplant realisiert. Eine detaillierte Abrechnung zum Kredit von 4 Millionen Franken für das Projekt Pfaffenmatt wird an einer der nächsten Gemeindeversammlungen vorgelegt. Die Sanierung der Leonhardstrasse konnte mit Gesamtkosten von 402'000 Franken (2000 Franken mehr als budgetiert) ausgeführt werden. Die Planungsarbeiten für die Talstrasse fielen mit 5600 Franken wesentlich günstiger aus – budgetiert waren Kosten von 100'000 Franken.

In der Bilanz wird per 31. Dezember 2020 ein Eigenkapital von 4,708 Millionen Franken ausgewiesen. Die Nettoschuld I beträgt 3,408 Millionen Franken, im Vorjahr waren es 3,189 Millionen Franken, heisst es in der Mitteilung. Dies entspricht einer Pro-Kopf-Verschuldung pro Einwohner von 882 Franken (Vorjahr: 827). Aufgrund der zusätzlichen Abschreibungen von 1 Million Franken konnte der Anstieg der Nettoschuld massgeblich gesenkt werden. Das Fremdkapital der Gemeinde Erstfeld beträgt per 31. Dezember 2020 6,7 Millionen Franken.

«Haushälterisch mit den Mitteln umgehen»

Mit dem positiven Rechnungsabschluss 2020 sind die zuständigen Behörden auch in Zukunft gefordert, mit den zur Verfügung stehenden Mitteln haushälterisch umzugehen. «Dies auch mit Blick auf die anstehenden Investitionen bei den Infrastrukturen wie Schulanlagen oder Feuerwehrlokal et cetera», schreibt die Einwohnergemeinde.

Die Rechnung 2020 der Einwohnergemeinde wird der Gemeindeversammlung vom Mittwoch, 9. Juni, vorgelegt. Daneben erfolgen auch die Rechnungsablagen 2020 der Gemeindewerke und des «Spannorts». Die Durchführung der Gemeindeversammlung erfolge gemäss Schutzkonzept und den Coronavorgaben des Bundes.