Jetzt beginnt die Guggensaison

Die Smürfer-Spätzinder in Gurtnellen haben keine Nachwuchsprobleme. Am Smürferball haben zehn Mitglieder die Feuertaufe in der Guggenmusik erhalten.

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Die neuen Guggenmusiker können schon bald zeigen, was sie gelernt haben. (Bild: PD)

Die neuen Guggenmusiker können schon bald zeigen, was sie gelernt haben. (Bild: PD)

«Heiss auf eine coole Fasnachtszeit? Freundschaften pflegen? Ist moderner Guggensound dein Ding? Wir suchen dich als Neumitglied.» Schon aus den Inseraten wird klar: Der Boom, in einer Guggenmusik aktiv mitzumachen, scheint etwas verflogen zu sein. Doch bei den Smürfer-Spätzindern aus Gurtnellen sieht es anders aus: Gleich zehn neue Mitglieder verstärken ab dieser Saison die Guggenmusik. Am kommenden Wochenende werden sie ihren ersten Auftritt haben: am Smürferball.

Beitritt bedeutet Arbeit

«Ich bin mit der Guggenmusik aufgewachsen und wollte immer dabei sein», sagt die neue Trompeterin Sabrina Muther. Erste Erfahrungen hatte sie in den vergangenen Jahren als Verkäuferin gemacht. Der Guggenmusik werden oft gemütliche Attribute zugeschrieben. Doch ein Beitritt bedeutet auch viel Arbeit.

«Ich wusste gar nicht, was alles dahinter steckt und dazugehört», sagt die neue Trompeterin Irene Zgraggen. Um keine falschen Erwartungen zu schüren, wurden die Neumitglieder bei einem Frischlingsabend vor allem auch über ihre Pflichten aufgeklärt. Denn die Gewänder, die Grinden und die Wagen erschaffen sich schliesslich nicht von allein. Die Präsidentin, das Dirigententeam, die Musikkommission und die Motto-Chefin durften sehr motivierte und aufgestellte junge Leute empfangen.

Als die Instrumentenbesetzung klar war, begann für die Neuen bereits die Arbeit. «Gwändli» mussten anprobiert werden und die ersten Proben standen fest - und dies bereits im Sommer. Bei der Bundesfeier in Gurtnellen waren die Neumitglieder willkommene Helfer. Und bevor die Proben mit der ganzen Guggenmusik begannen, leisteten sie schon einiges an Vorarbeit. Die altgestandenen Mitglieder staunten nicht schlecht, was die Neuen schon konnten.

Vorfreude ist spürbar

Der neue Paukist Christian Baumann, der früher als Pin-Verkäufer mit dabei war, ist begeistert: «Es ist etwas anderes, wenn man plötzlich Teil davon ist.» Jetzt schon freut er sich darauf, mit einer kreativen Bemalung und dem Gwändli beim Smürferball aufzutreten. «Es ist schon etwas Besonderes, zeigen zu können, was man seit dem Sommer musikalisch gelernt hat.» Auch Posaunist Patrick Grepper ist erfreut: «Der Zusammenhalt und die Vorfreude sind jedem anzumerken, und darum investiert man gerne Zeit dafür.»

Was die neuen Guggenmusikspieler gelernt haben, zeigen sie am kommenden Freitag, 9. November, am Smürferball, und am Samstag, 10. November, am Platzkonzert um 19 Uhr oder bei der Mitternachtsshow.

André Sägesser