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Musikverein Unterschächen glänzt akustisch und optisch

Der Musikverein Unterschächen präsentierte sich am Samstag in der neuen Uniform einem begeisterten Publikum. Mit einem bunten Blasmusikmix feierte man in der Aula zudem auf Schächentaler Art den 65. Geburtstag des Vereins.
Georg Epp
Der Musikverein Unterschächen beim Jahreskonzert unter der Leitung von Sandra Zumbühl. (Bild: Georg Epp, Unterschächen, 25. Mai 2019)

Der Musikverein Unterschächen beim Jahreskonzert unter der Leitung von Sandra Zumbühl. (Bild: Georg Epp, Unterschächen, 25. Mai 2019)

Der Musikverein Unterschächen (MVU) ist eine Erfolgsgeschichte. Was am 28. Mai 1954 im Gasthaus Rose mit der Gründungsversammlung unter der Leitung von Revierförster Karl Arnold («Förster Kari») als zartes Pflänzchen begann, ist mittlerweile zu einem starken Baum gewachsen, der sich nicht mehr so leicht entwurzeln lässt. Der Verein ist aus dem kulturellen und gesellschaftlichen Leben des Schächentals mittlerweile nicht mehr wegzudenken. Am Samstag erlebten die Mitglieder und Gäste einen weiteren Höhepunkt in der Vereinsgeschichte: Die Neuuniformierung wurde mit dem Jahreskonzert verbunden.

Von zwei Grossprojekten geprägt

Im Gründungslokal Gasthaus Rose begrüsste das OK der Neuuniformierung mit Präsidentin Monika Arnold-Isenschmid an der Spitze die zahlreichen Sponsoren zu einem Apéro riche. Dabei wurde auf die vergangenen Jahre zurückgeblickt, die von zwei Grossprojekten des MVU geprägt waren. 2015 investierte der Dorfverein rund 120 000 Franken in eine Neuinstrumentierung, und nun durfte er bei der mit einem Aufwand von knapp 40 000 Franken budgetierten Neuuniformierung erneut auf sehr grosszügige finanzielle Unterstützung zählen.

Monika Arnold bedankte sich im Namen des OK und der Vereinsmitglieder und meinte: «Innerhalb von so kurzer Zeit von der einheimischen Bevölkerung, von weiteren privaten Sponsoren und Gönnern, aber auch von der öffentlichen Hand, von Stiftungen und Unternehmen aus nah und fern gleich zweimal derart grosszügig unterstützt zu werden, ist für uns alles andere als selbstverständlich.»

«Hirthämmli und Zottäli» nicht mehr wegzudenken

Von links: OK-Präsidentin Monika Arnold, das älteste Aktivmitglied, Felix Gisler, und OK-Mitglied Nicole Herger präsentieren die neuen Kleider. (Bild: Georg Epp, Unterschächen, 25. Mai 2019).

Von links: OK-Präsidentin Monika Arnold, das älteste Aktivmitglied, Felix Gisler, und OK-Mitglied Nicole Herger präsentieren die neuen Kleider. (Bild: Georg Epp, Unterschächen, 25. Mai 2019).

Mit den neuen Hemden, Hosen, «Hirthämmli», «Zottäli» und einer Softshelljacke für Auftritte bei kaltem oder nassem Wetter macht der MVU nun nicht nur akustisch, sondern auch optisch «ä güäti Gattig». Die insgesamt vierte Uniform ersetzt die zum Teil über 40-jährigen «Hirthämmli». Bruno Arnold, der ehemalige Dirigent und OK-Sponsoringchef, meinte beim Apéro: «Etwas anderes als bestickte ‹Hirthämmli› und ‹Zottäli›, weisse Hemden und schwarze Hosen kam für uns nie in Frage. Dieses Outfit gehört zur ‹Underschächner Müüsig› wie das Amen in die Kirche.» Auch er freute sich, dass das benötigte Geld innerhalb weniger Wochen gesammelt werden konnte und wertete dies als riesige Wertschätzung für das Engagement des Vereins. «Wir dürfen zuversichtlich in die Zukunft blicken», meinte Arnold. «Der MVU hat seit 2013 eine neue und junge Dirigentin, seit 2015 neue Instrumente und nun auch eine neue Uniform.» Das seien alles wichtige Elemente für das Funktionieren des Vereins. «Wir dürfen aber nie vergessen: Auch der MVU steht und fällt mit der Zahl der Aktivmitglieder. Und deshalb wollen wir auch in Zukunft alles tun, um als Verein attraktiv zu bleiben oder gar noch attraktiver zu werden. Das sind wir auch den Gründern sowie allen Ehemaligen schuldig, die dazu beigetragen haben, dass der Verein heute auf einem äusserst gesunden Fundament steht», betonte der Sponsoringchef.

Verein will seine Aufgaben erfüllen

Bruno Arnold bezeichnete die beiden Grossprojekte von 2015 und 2019 als deutliche Zeichen, dass der Verein, der auf viele jungen Aktivmitglieder zählen darf, an die Zukunft glaube und gewillt sei, das kulturelle, politische, kirchliche und gesellschaftliche Leben in Unterschächen und Spiringen weiterhin mit Konzerten und Ständchen zu bereichern. Weiter wolle man der musikalisch interessierten Jugend von Unterschächen und Spiringen eine interessante Plattform zur Ausübung eines faszinierenden Hobbys und zu einer sinnvollen Freizeitgestaltung bieten.

Der bunte Mix findet grossen Anklang

Zum Jahreskonzert in der Aula durfte Vereinspräsidentin Sara Gisler-Bissig so viele Besucher wie selten begrüssen. Sie blickte in ihrer Ansprache auf Ereignisse im Gründungsjahr 1954 zurück und bedankte sich bei allen, welche die Neuuniformierung ermöglicht haben. Sie dankte aber auch der Trachtengruppe Spiringen, die für die Bewirtung der Gäste sorgte und so dazu beitrag, dass auch die Aktivmitglieder den Abend im Gespräch mit den Gästen geniessen konnten. Unter der Leitung von Dirigentin Sandra Zumbühl bot der MVU in der Folge in bekannter Schächentaler Art einen bunten Mix von musikalischen Stilrichtungen. Urs Imholz führte mit vielen interessanten Hintergrundinformationen durch das Konzertprogramm. Allein die Tatsache, dass gleich drei Zugaben gefordert wurden, unterstrich die volle Zufriedenheit und Begeisterung der Konzertbesucher. Gestern Abend konzertierte der MVU dann auch noch in Spiringen.

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