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Jetzt sind die Berufsleute am Ball

Die erfolgreichen Lehrabsolventen erhielten viele gute Ratschläge mit auf den Weg. Bildungsdirektor Beat Jörg glänzte mit seinem Wissen über Fussballweisheiten.
Markus Zwyssig
Regierungsrat Beat Jörg hielt an der Lehrabschlussfeier die Festansprache.

Regierungsrat Beat Jörg hielt an der Lehrabschlussfeier die Festansprache.

83 junge Berufsleute konnten am Montag im Theater Uri in Altdorf ihre Fähigkeitszeugnisse in Empfang nehmen. Die Freude war gross: Nino Epp aus Erstfeld, der als bester Maurer mit der Note 5,3 abschloss, vollführte sogar einen Salto.

Derart viele Eltern, Verwandte und Bekannte waren zum Gratulieren gekommen, dass der grosse Theatersaal bis auf den letzten Platz gefüllt war. Die Feier wurde denn auch zusätzlich ins Foyer übertragen. Den Anfang der Abschlussfeiern der gewerblichen Berufe machten am Montagabend Automobilfachleute und -mechatroniker, Coiffeusen, Fachleute Gesundheit, Landwirte, Maurer sowie Schreiner. Der Urner Singer-Songwriter Mario «Moe» Schelbert sorgte zusammen mit Gitarrist Michael Boner für die musikalische Umrahmung.

Ein relativ kleines, aber besonderes Stück Papier

Höhepunkt war das Überreichen der Zeugnisse. «Dieser Check ist ein relativ kleines Stück Papier», sagte David Schuler, Rektor des Berufs- und Weiterbildungszentrums Uri (BWZ Uri). «Es bezeugt aber, dass Sie fähig sind, im Beruf oder an einer weiterführenden Schule die Zukunft zu gestalten, zu arbeiten, zu lernen und leben.» Er bedankte sich bei den Ausbildungsbetrieben und den Berufsverbänden. Ein wesentlicher Teil trage auch das persönliche Umfeld bei, so Schuler. Daher dankte er den Eltern und Freunden. Für den schulischen Teil sei das BWZ Uri verantwortlich gewesen. Die Schule könne sich stets auf eine gut funktionierende kantonale Bildungsverwaltung und auf die Politik verlassen. «Wir erleben die Urner Politik als sehr interessiert und bemüht, die Rahmbedingungen für die Schule und für den Lern- und Laufbahnerfolg der Lernenden positiv zu gestalten», so Schuler.

Nino Epp macht aus Freude über den besten Abschluss im Maurerberuf auf der Bühne einen Salto. (Bilder: Urs Hanhart, Altdorf, 2. Juli 2018)
Auch die Lehrabschlussfeier in Altdorf stand im Zeichen der Fussball-WM.
Auch ein Fussball durfte an der Feier nicht fehlen.
Zufriedene Gesichter bei den Landwirten.
Lehrabschlussfeier in Altdorf. Moes Anthill sorgte für die musikalische Umrahmung.
Lehrabschlussfeier in Altdorf. Glückliche Gesichter bei den Fachangestellten Gesundheit.
Ein erster Blick ins lang ersehnte Abschlusszeugnis.
Strahlende Gesichter an der Lehrabschlussfeier.
So ein Zeugnis macht glücklich.
Junge Berufsleute teilen ihre Freude.
10 Bilder

Ein Salto für den Lehrabschluss

Der Blick des Lernenden auf die Ausbildungszeit

An den Feiern kommen jeweils auch die Absolventen zu Wort. Am Montagabend war es Alessio Triulzi, Fachangestellter Gesundheit EFZ. Er blickte auf seine dreijährige Ausbildungszeit zurück. Mit der Lehre habe der Ernst des Lebens begonnen. «Ein junger Mann unter 27 Frauen zu sein, das war schon etwas Spezielles», bilanzierte Triulzi. Viele tolle und lustige Erinnerungen seien ihm geblieben. Weitere Ziele und Herausforderungen würden nun warten. «Jetzt freuen wir uns aber zuerst auf viele gute Noten», sagte Triulzi erwartungsvoll.

Bildungsdirektor Beat Jörg konnte sich dem grassierenden WM-Fieber nicht verschliessen. Hilfe für seine Rede suchte er bei den ewigen Weisheiten von Sepp Herberger. Der deutsche Weltmeistertrainer im Jahr 1954 – und damit der Urheber des sogenannten Wunders von Bern – ist auch als grosser Fussballphilosoph in die Geschichte eingegangen.

«Solides Fundament, aber mit Lernen ist man nie fertig»

«Sie, liebe junge Berufsleute, haben mit Ihrem Sieg, also mit Ihrer Ausbildung, ein solides Fundament gelegt für ein erfülltes Leben», gab sich Jörg überzeugt. Vom Wert der Berufsbildung würden sie ein Leben lang profitieren. Jörg erinnerte an eine Weisheit Herbergers: «Nach dem Spiel ist vor dem Spiel.» Das bedeute, dass man mit dem Lernen nie fertig sei. «Vermehren Sie also Ihr Wissen und Können, indem Sie aufgeschlossen und neugierig bleiben für Neues, indem Sie sich regelmässig aktiv weiterbilden.» Als Absolventen der beruflichen Grundbildung stünden nun viele Türen offen: die Berufsmaturität, die höheren Fachschulen, die Fachhochschulen oder – nach weiteren Kursen – auch ein Hochschulstudium. Und natürlich könne man sich auch im Job selber weiteres Wissen und Können erarbeiten, so Jörg.

Der Bildungsdirektor gab sich überzeugt, dass das Berufsbildungssystem den jungen Menschen heute viele attraktive Perspektiven bieten würde. «Diese Perspektiven sind übrigens auch ganz entscheidend für den Erfolg unseres Landes.» Jörg sagte es mit Sepp Herberger: «Wer international bestehen will, muss mehr können als alle anderen.»

Jörg riet denn auch den jungen Berufsleuten, ihre Haut immer so teuer wie möglich zu verkaufen. Im Fussball erzielen einzelne Spieler auf dem Transfermarkt Millionenbeträge. «So hohe Summen sind im normalen Erwerbsleben die Ausnahme», relativierte der Bildungsdirektor. Aber auch dort seien die Spitzenfachkräfte begehrt. Und wie gelangt man an die Spitze: Mit Mut und Leidenschaft, mit innerem Feuer. Darum habe auch Sepp Herberger gesagt: «Männer, Ihr müsst brennen.» Alle erfolgreichen, jungen Berufsfrauen seien hier ebenfalls mitgemeint. Bildungsdirektor Beat Jörg gratulierte allen zum erfolgreichen Abschluss und bedankte sich bei Ausbildungsbetrieben, Lehrern, Eltern und bei den jungen Berufsleuten für ihren Einsatz. So riet er schliesslich den erfolgreichen Absolventen: «Im Leben ist alles möglich – ziehen Sie darum entschlossen und mutig los.»

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