Jetzt soll der Rütlibann fallen

Nun kommt Schwung in die Rütlidiskussion: Eine CVP-Nationalrätin fordert, dass künftig alle Parteien aufs Rütli dürfen. Die Rütliverwalterin begrüsst die Diskussion.

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SVP-Vertreter versammelten sich ohne Bewilligung auf der Rütliwiese. (Bild: Philipp Schmidli/Neue LZ)

SVP-Vertreter versammelten sich ohne Bewilligung auf der Rütliwiese. (Bild: Philipp Schmidli/Neue LZ)

Seit die Neue Luzener Zeitung und ihre Regionalausgaben aufgedeckt haben, dass sich 70 SVP-Mitglieder unerlaubterweise auf dem Rütli besammelt haben, gehen die Emotionen hoch. Bekanntlich sind Versammlungen politischer Parteien auf der symbolträchtigen Wiese nicht geduldet. Dass sich die SVP-Spitze über diese Regel hinweggesetzt hat, sorgte für grossen Unmut. Gleichzeitig hat auch eine Diskussion darüber eingesetzt, wie zugänglich das Rütli sein soll. Aus Sicht der Luzerner CVP-Nationalrätin Ida Glanzmann soll es da keine Beschränkungen geben: «Die Parteien sollen auf das Rütli dürfen», sagt sie. Sie wolle darum nun bei den anderen Parteien anklopfen, «damit wir das gemeinsam ändern können».

Gehör findet diese Debatte sogar bei der Verwalterin des Rütlis, der Schweizerischen Gemeinnützigen Gesellschaft (SGG). Deren Geschäftsführer Herbert Ammann erklärte gestern: «Ich befürworte die Diskussion dazu.» Denn so müssten sich die Politiker fragen, was das Rütli für die Schweiz bedeute. Und Ammann ergänzt: «Wenn das Parlament einen Vorstoss zum Thema beschliesst und der Bundesrat uns bittet, ihn umzusetzen, hätte die SGG keinen Anlass, nicht mitzumachen.» Doch bereits gibt es auch Gegner einer Öffnung des Rütlis. Etwa die Urner FDP-Nationalrätin Gabi Huber. Sie sagt: «Man soll alles so lassen, wie es ist.»

Lukas Scharpf

<em>Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Montag in der Neuen Luzerner Zeitung und ihren Regionalausgaben.</em>