Jodelchöre begeistern mit weihnächtlicher Uraufführung

Bei der Uraufführung von «Weihnachtsgedanke» überzeugte neben den Chören auch der Altdorfer Robi Kuster mit seinen Liedtexten.

Georg Epp
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Die Obwaldner Jung-Juizer mit Emil Wallimann und Obwaldner Huismuisig sangen sehr sicher.

Die Obwaldner Jung-Juizer mit Emil Wallimann und Obwaldner Huismuisig sangen sehr sicher.

Bild: Georg Epp (Ennetbürgen, 8. Dezember 2019)

Weihnachten ist nach wie vor das grösste religiöse Fest mit immensem Ausmass an themenbezogener Musik. Die Jodelliteratur dazu ist aber bescheiden. Dies animierte den Komponisten Emil Wallimann, für die Weihnachtszeit eine Kantate mit dem Namen «Weihnachtsgedanke» zu komponieren. Es entstanden 16 Werke: 7 für Jodelchor, 4 für Kinderchor, 3 für Duett, eines für Terzett und auch eine Komposition für Quartett, in dem der Komponist selber mitwirkte. Robi Kuster, der pensionierte Sekundarlehrer aus Altdorf, freute sich, alle Texte zu den Kompositionen liefern zu können. Zur Kantate gehört auch «Stärnähimmel», welches im Herbst in Kerns uraufgeführt wurde. Seit rund 40 Jahren schreibt Robi Kuster Gedichte und Liedtexte. Emil Wallimann und Robi Kuster haben bereits rund 30 Jodellieder gemeinsam geschrieben.

Das Schaffen des 62-jährigen Emil Wallimann, der im Jahr 2009 mit dem «Goldenen Violinschlüssel» ausgezeichnet wurde, ist mit der Kantate um eine Perle reicher geworden. Viele Jahre war er Dirigent der Musikgesellschaft Ennetbürgen, jetzt ist er musikalischer Leiter des Jodlerklubs Fruttklänge Kerns und des Jodlerklubs Sempach. Für die Uraufführung war der Jodlerklub Fruttklänge Kerns, die Obwaldner Jung-Juizer und die Obwaldner Huismuisig im Einsatz.

Mit den 16 aufgeführten Liedern gelang es den Mitwirkenden, an den Kern des Weihnachtsfestes zu erinnern und das Publikum in Weihnachtsstimmung zu versetzen.

Zwei Aufführungen finden am kommenden Wochenende statt

Nur 10 Minuten nach Türöffnung waren die 450 Plätze in der Pfarrkirche Ennetbürgen besetzt. Die Besucher genossen 90 Minuten abwechslungsreiche Unterhaltung.

Im Fokus standen die Obwaldner Jung-Juizer. Mit bestechender Sicherheit und einmaliger Ausstrahlung begeisterte der Kinderchor, der schon viele Erfolge feiern konnte. Robi Kuster als Romantiker und Roland Simitz als Analytiker überbrückten die Pausen mit humorvollem Dialog zur Weihnachtszeit. Am Schluss war man sich einig: «Wiehnachtä isch ä schööni Zeyt».

Das Werk wird noch zweimal aufgeführt: am Samstag, 14. Dezember, 19.30 Uhr, in der Pfarrkirche Kerns (OW) und am Sonntag, 15. Dezember, 17 Uhr, in der Lukaskirche, Luzern. Der Eintritt ist frei (Türkollekte), Türöffnung ist 30 Minuten vor Konzertbeginn.