Josef Dittli: «Die ganze Fiko weiss Bescheid»

Samih Sawiris zahlt als Erstverkäufer keine Grundstückgewinnsteuer. Der Urner Finanzdirektor verteidigt die Vereinbarung.

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Josef Dittli: «Diese Handgelenk-mal-Pi-Berechnung ist völlig absurd und hypothetisch aus der Luft gegriffen.» (Bild: Archiv Neue UZ)

Josef Dittli: «Diese Handgelenk-mal-Pi-Berechnung ist völlig absurd und hypothetisch aus der Luft gegriffen.» (Bild: Archiv Neue UZ)

«Die Urner Regierung hat dem ägyptischen Investor Samih Sawiris eine Steuererleichterung gewährt», bestätigt der Urner Finanzdirektor Josef Dittli einen Bericht der «SonntagsZeitung». Dies sei aber bereits 2007 beschlossen worden. Dittli wehrt sich entschieden gegen den Vorwurf, weder die Bevölkerung noch der Landrat habe davon etwas gewusst. ««Die ganze Finanzkommission des Landrats weiss Bescheid. Ich habe ihr gegenüber im vergangenen November auf eine entsprechende Frage bestätigt, dass Erstverkäufer von Wohneinheiten im Tourismusresort Andermatt bis Ende 2016 keine Grundstückgewinnsteuern zu bezahlen haben.» Zudem sei die Fiko informiert worden, «dass spätere Verkäufe von dieser Regelung ausgenommen sind». Auch von 2007 bis 2009 sei das Resort innerhalb der Finanzkommission immer wieder ein Thema gewesen.

«Das ist völlig absurd»

Dass Sawiris dank des Deals mit der Regierung zwischen 75 und 125 Millionen Franken Steuern spare, erachtet Dittli als «völlig absurd und hypothetisch aus der Luft gegriffen».

Für Dittli ist die gewährte Steuererleichterung «angemessen und verhältnismässig»: «Es werden Infrastrukturen erstellt, von denen auch die Bevölkerung profitiert. Mit dem Bau und Betrieb des Resorts wird eine sehr hohe Bruttowertschöpfung erzielt, und wir dürfen mit vielen neuen Arbeitsplätzen und zusätzlichen Steuern rechnen.»

Bruno Arnold

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Montag in der Neuen Urner Zeitung.