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Josef Dittli stellt Fragen zur Axenstrasse

Der Urner Ständerat hat am Montag zum Auftakt der Session eine Interpellation eingereicht.
Markus Zwyssig
Der Felssturz oberhalb der Axenstrasse beschäftigt nun auch die nationale Politik. (Bild: Valentin Luthiger (15. August 2019)

Der Felssturz oberhalb der Axenstrasse beschäftigt nun auch die nationale Politik. (Bild: Valentin Luthiger (15. August 2019)

Seit Ende Juli ist die Axenstrasse zwischen Flüelen und Sisikon infolge eines Murganges und Steinschlaggefahr gesperrt. Die zuständigen Instanzen seien mit Hochdruck daran, die Situation zu bereinigen, um die Axenstrasse wieder zu öffnen, gibt sich der Urner Ständerat Josef Dittli überzeugt. Trotzdem: «Der lange Unterbruch hat gravierende volkswirtschaftliche Auswirkungen», so Dittli. Er hat daher am Montag am ersten Sessionstag in Bundesbern eine Interpellation zum Thema Axenstrasse mit dem Titel «Axenstrasse heute – Axenstrasse morgen» eingereicht.

Die Axenstrasse ist Teil der A4 und liegt in der Verantwortung des Bundes. Täglich wird sie von durchschnittlich zirka 16000 Fahrzeugen befahren, in der Ferienzeit sind es bedeutend mehr. Da der Verkehr nun via A2 durch den Seelisbergtunnel und Luzern umgeleitet wird und bei Hergiswil eine Baustelle besteht, kommt es regelmässig zu zusätzlichen Staus.

Das will Josef Dittli vom Bundesrat wissen

Mit dem Projekt A4 Neue Axenstrasse wollen der Bund und die Kantone Schwyz und Uri die Sicherheit und Verfügbarkeit der Verbindung erhöhen und Sisikon vom Durchgangsverkehr entlasten. Seit Herbst 2014 läuft das Plangenehmigungsverfahren. Allerdings verzögern Einsprachen die Baugenehmigung des Bundes. Dittli bittet den Bundesrat um Beantwortung folgender Fragen:

  • Was hat der Bund, zusammen mit den betroffenen Kantonen, zur raschmöglichsten Wiedereröffnung der Axenstrasse unternommen?
  • Was hat der Bund, zusammen mit den betroffenen Kantonen, zu Gunsten der Minderung negativer volkswirtschaftlicher Auswirkungen unternommen?
  • Hätte das geplante Projekt A4 Neue Axenstrasse diesem Naturereignis im Bereich Gumpisch standgehalten?
  • Welchen Einfluss hat dieses Naturereignis im Bereich Gumpisch auf das Projekt A4 Neue Axenstrasse? Sind nun Anpassungen beim geplanten Projekt notwendig?
  • Wie stellt der Bund sicher, dass bei allfälligen Projektänderungen keine weiteren zeitlichen Verzögerungen entstehen, damit das Projekt A4 Neue Axenstrasse realisiert und insbesondere der Sisiger Tunnel raschmöglichst gebaut und eröffnet werden kann?
  • Bis wann kann mit der Baugenehmigung des Bundes für das Projekt A4 Neue Axenstrasse, unter Berücksichtigung der noch hängigen Einsprachen und deren Weiterzugsmöglichkeiten, gerechnet werden?
  • Wie können beim Projekt A4 Neue Axenstrasse die Verfahren gestrafft und der Bau des Sisiger Tunnels beschleunigt werden?
  • Welche Massnahmen werden getroffen um bei ähnlichen Ereignissen, bis zur Eröffnung der neuen Axenstrasse, besser gewappnet zu sein?

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