Junge SVP Uri freut sich über Abstimmungsergebnis

Die JSVP Uri äussert sich zu den Ergebnissen der Volksabstimmung vom vergangenen Sonntag.

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(pd/RIN) Die Junge SVP Uri zeigt sich über das Abstimmungsergebnis vom vergangenen Sonntag erfreut. Die Urner würden somit ganz klar zeigen, dass sie einen möglichst schlanken Staatsapparat haben möchten, heisst es in ihrer Mitteilung. Laut der JSVP wäre die Wohninitiative für Uri eine Katastrophe gewesen. Bei dieser Abstimmungsvorlage zeigten sich die Mitteparteien als verlässliche Partner an der Seite der JSVP.

Noch erstaunlicher sei jedoch das Nein zum Diskriminierungsgesetz, welches nur noch in zwei anderen Kantonen abgelehnt wurde. Der Präsident Fabio Affentranger ist über diesen Erfolg besonders erfreut, da er als direkt betroffener aktiv gegen das Gesetz geweibelt hat.

An der Parteiversammlung hat der Präsident erklärt, er hätte sich in den letzten Jahren zehn Mal häufiger negative bis beleidigende Sprüche anhören müssen bezüglich seiner politischen Positionierung, als wegen seiner Homosexualität. Er betonte auch mehrmals, dass die SVP Uri und vor allem die JSVP Uri immer hinter ihm gestanden sei und ihn als Person schätze, wie es in der Mitteilung heisst. Viele Beispiele, welche die Befürworter des Gesetzes benutzt haben, seien einfach auch falsch gewesen. Mehrere Zeitungsberichte, welche tätliche Übergriffe auf Homosexuelle in Zürich dokumentierten, seien als Grund für das Gesetz benutzt worden, so die JSVP Uri. Körperverletzung sei jedoch schon vorher klar strafbar gewesen. «Vielmehr sollte man hier die kulturellen Hintergründe der Täter durchleuchten», heisst es in der Mitteilung.

«Wir tolerieren jede Randgruppe»

Die JSVP Uri möchte nochmals klar Stellung zu den Vorwürfen anderer Parteien beziehen: «Wir akzeptieren und tolerieren jede Randgruppe sowie Minderheit, solange sie sich an unsere Werte und Gesetze hält», heisst es in der Mitteilung. «Aus diesem Grund war für uns klar, das Gesetz abzulehnen, da wir nicht jede einzelne Gruppe ins Diskriminierungsgesetz aufnehmen möchten, sondern dafür kämpfen, dass es selbstverständlich ist, Menschen so zu akzeptieren, wie sie sind.»