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JUBILÄUM: Abwasser Uri blickt auf zehnjährige Geschichte zurück

Die Abwasser Uri AG hat 2016 erneut einen Gewinn erwirtschaftet – an eine Gebührensenkung wird jedoch nicht gedacht. Die Verantwortlichen möchten einen möglichen Einbruch der zurzeit regen Bautätigkeit vorerst abwarten.
Die Kläranlage in Altdorf der Abwasser Uri AG. (Bild: Anian Heierli)

Die Kläranlage in Altdorf der Abwasser Uri AG. (Bild: Anian Heierli)

Gestern Donnerstag, 29. Juni, auf den Tag genau zehn Jahre nach ihrer Gründung, traf sich die Abwasser Uri AG zur Generalversammlung in Altdorf. Dabei blickte Verwaltungsratspräsident Rolf Infanger auf eine bewegte Geschichte zurück: Gerade mal drei Monate nach der Annahme des Umweltgesetzes an der Urne wurde die öffentlich-rechtliche Aktiengesellschaft gegründet. «Das Kind war schnell geboren. Das mit dem Laufenlernen ging dann aber nicht so schnell und war mit einigen Stürzen verbunden», so Infanger. Er sprach damit etwa die anfängliche Ablehnung der Tarifordnung an der Urne an. Inzwischen stehe die Abwasser Uri sicher und mit beiden Beinen auf dem Boden und habe schweizweit Vorbildcharakter.

Tag der offenen Tür zum 10-Jahr-Jubiläum

Die bisherigen Meilensteine der Gesellschaft wurden in einer Festschrift zum 10-Jahr-Jubiläum zusammengefasst, die in alle Haushaltungen verschickt wurde. Am Samstag, 19. August, lädt die Abwasser Uri ausserdem zum Tag der offenen Tür an den neu bezogenen Standort an der Giessenstrasse ein. Von 10 bis 16 Uhr haben die Besucher die Möglichkeit, den Betrieb der Abwasser Uri und das Funktionsprinzip ihrer grössten Anlage, der ARA Altdorf, kennen zu lernen. Neben geführten Rundgängen und diversen Attraktionen für Kinder darf auch der neu angelegte Abwasser-Lehrpfad auf dem Areal der ARA besucht werden.

An der Generalversammlung wurde auch auf das vergangene und erfolgreiche Geschäftsjahr zurückgeblickt. Die AG hat 2016 einen Jahresgewinn in der Höhe von 100000 Franken erwirtschaftet. Budgetiert war ein Überschuss von 75000 Franken. Das Ergebnis beinhaltet zusätzlich ausserordentliche Abschreibungen in der Höhe von rund 500000 Franken. Die Generalversammlung entschied auf Antrag des Verwaltungsrats, den Bilanzgewinn nach Abzug der gesetzlichen Gewinnreserve auf die neue Rechnung vorzutragen.

Abwassergebühren werden vorderhand nicht gesenkt

Der Gewinn des vergangenen Jahres sei insbesondere auf höhere Erträge aus den Anschlussgebühren zurückzuführen, wie Verwaltungsratsmitglied Ernst Zgraggen erklärte. Diese fielen im vergangenen Jahr mit 3,03 Millionen Franken rund 130000 Franken höher aus als budgetiert.

Wie bereits in den Vorjahren profitierte die Abwasser Uri wiederum von der aussergewöhnlich hohen Bautätigkeit im Kanton Uri, so Zgraggen. So werden die Anschlussgebühren voraussichtlich auch 2017 den budgetierten Wert von 2,9 Millionen Franken übertreffen. Auf eine Senkung der Gebühren werde aber verzichtet, wie Infanger auf eine Frage aus dem Plenum ausführte. Nach einem erneut guten Jahr 2017 rechne Abwasser Uri ab 2018 mit einer Abkühlung auf dem Bausektor mit kontinuierlich sinkenden Erträgen. Diese Entwicklung wolle man zuerst abwarten, um einen Engpass zu vermeiden.

Ausserdem stehen weitere gewichtige Investitionen an, wie Verwaltungsratsmitglied Ruedi Müller ausführte. Vor allem das Generationenprojekt «Ableitung Urner Oberland» werde die Verantwortlichen in den nächsten Jahren intensiv beschäftigen. Dabei wird die Ableitung des Abwassers von Realp bis Erstfeld realisiert und spätestens 2020 in Betrieb genommen. Ingesamt sei die Abwasser Uri mit den 40 Projekten, die der Regierungsrat 2008 genehmigt hatte, gut auf Kurs, so Müller.

Carmen Epp

carmen.epp@urnerzeitung.ch

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