JUGENDALKOHOLISMUS: Ziel des Trinkers ist der Rausch

Zwei Maturanden sind schockiert, wie viele Junge wegen Alkohol im Spital landen. Präventive Wirkung versprechen sie sich von neuen Jugendlokalen.

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Jugendliche beim Konsum von Alcopops. (Symbolbild Angel Sanchez/Neue UZ)

Jugendliche beim Konsum von Alcopops. (Symbolbild Angel Sanchez/Neue UZ)

Ihr Thema für die Maturaarbeit haben die beiden 19-jährigen Altdorfer Gymnasiasten Dominic Gisler und Michael Planzer in einem Restaurant bei einer Flasche Bier gefunden. Die beiden sportlichen Maturanden gehen am Wochenende gerne mit Kollegen aus und wissen deshalb, was abends in Altdorf los ist. Den Alkoholkonsum von Jugendlichen haben sie oft beobachtet und auch die Probleme, die sich daraus ergeben, sind ihnen bekannt. «Schliesslich wollten wir selbst herausfinden, wie gross das Problem des Jugendalkoholismus in Uri wirklich ist», so Planzer. In der zweiten und dritten Oberstufe am Gymnasium, an einer Sekundar- und einer Realschule haben die beiden Maturanden Umfragen durchgeführt. Interessiert hat sie dabei das Trinkverhalten der 12- bis 16-Jährigen.

Überrascht waren die beiden vor allem von einem Resultat. «Die Zahl der Schülerinnen und Schüler, die im Spital gelandet sind, weil sie zu viel tranken, hat uns schockiert», sagt Gisler. Laut ihrer Umfrage wurden schon 11 der 337 Befragten wegen übermässigem Alkoholkonsum hospitalisiert. Mit den restlichen Zahlen haben Dominic Gisler und Michael Planzer hingegen in dieser Art gerechnet. So haben sie herausgefunden, dass rund 90 Prozent der Schüler schon einmal Alkohol konsumiert haben. Das erste Mal geschieht dies mit durchschnittlich 14 bis 15 Jahren und vor allem aus Gründen der Neugierde.

Immer früher ein Thema
Die Umfrage von Dominic Gisler und Michael Planzer lässt darauf schliessen, dass sich das Trinkverhalten Jugendlicher in den letzten Jahren grundlegend verändert hat. «Die Jugendlichen beginnen immer früher damit, Alkohol zu trinken», so Planzer. Es werde jedoch nicht mehr so häufig getrunken, dafür dann umso mehr. Oft gehen die Jungen schon mit dem Ziel in den Ausgang, sich einen Rausch anzutrinken.

Ramona Tarelli

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Donnerstag in der Neuen Urner Zeitung.