«Jugendfreundliches Bergdorf»: Die Auszeichnung soll die Isenthaler beflügeln

Jetzt ist die Urner Gemeinde offiziell ein «Jugendfreundliches Bergdorf». Die Anstrengungen sollen weitergehen.

Florian Arnold
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Isenthal darf sich nun als «Jugendfreundliches Bergdorf» bezeichnen.

Isenthal darf sich nun als «Jugendfreundliches Bergdorf» bezeichnen.

Bild: PD

Isenthal hat die Jury überzeugt. Seit Donnerstag darf sich die kleine Urner Gemeinde «Jugendfreundliches Bergdorf» nennen. Vergeben wurde dieses Label der Schweizerischen Arbeitsgemeinschaft für die Berggebiete (SAB) an einer Feier in Bern. Anina Gehrig und Elias Arnold von der Jugendgruppe Isenthal konnten die Auszeichnung in Begleitung von Gemeinderat Josef Schuler entgegennehmen.

Mit diesem Titel dürfen sich neben Isenthal auch die Gemeinden Plaffeien (FR), Evolène (VS), Poschiavo (GR) und Guttannen (BE) schmücken. «Die Auszeichnung ist eine Anerkennung für die Gemeinden, welche sich seit Jahren dafür engagieren, dass ihre Dörfer für Familien, Kinder und Jugendliche attraktiv bleiben», heisst es in einer Mitteilung. «In Bergdörfern, wo die Wege für Freizeitangebote oder Arbeitsplätze oft länger sind, braucht es besondere Anstrengungen, um Junge zum Bleiben zu motivieren.»

«Verpflichtung, Jugendliche einzubeziehen»

Das weiss auch Gemeinderatsmitglied Josef Schuler. «Für uns ist dieses Label ein Zeichen, dass Kinder und Jugendliche im Isenthal eine gute Ausgangslage haben», erklärt er. «Wir können nach aussen zum Ausdruck bringen, dass Isenthal trotz der unkomfortablen Zufahrt ein attraktives Wohndorf ist.» Der Gemeinderat sei bemüht darum, dieses Bild eines familienfreundlichen Dorfs zu vermitteln. «Einige Familien wagen es, bei uns zu bauen.» Dazu seien Bauplätze vorhanden.

Das Label sei aber auch ein wichtiges Zeichen gegen innen, so Schuler. «Es ist eine Verpflichtung, dass wir weiterfahren mit der Jugendfreundlichkeit. In allen Behörden wollen wir die junge Generation einbeziehen.» Bewusst verzichte man auf eine Veranstaltung wie etwa ein Jugendparlament; stattdessen lade man die Jungen ein, etwa an Bürgermitwirkungsabenden mitzudiskutieren.

Andere Gemeinden sollen angesteckt werden

Im Bewerbungsdossier, das von Jugendlichen begutachtet wurde, hat Isenthal aufgezeigt, welche Projekte bereits realisiert wurden, aber auch was in Zukunft geplant ist. So soll demnächst der Sportplatz saniert werden, und bei der Turnhalle folgt eine zweite Tranche der Sanierung. «Wir wollen attraktiv bleiben für den Vermietungsbetrieb für Musik- oder Sportlager. So gelingt ein Austausch zwischen Einheimischen und Leuten, die für ein Wochenende ins Isenthal kommen.»

Nicht zuletzt hofft Josef Schuler, dass das Isenthal mit seinen Anstrengungen auch andere Berggebiete in Uri motivieren kann. «Es geht darum, dass man aktiv einen Beitrag gegen die Abwanderung leistet, respektive dass man Leute dazu motiviert, wenn sie eine Zeit lang weg waren, wieder zurückzukommen.»

Neben Isenthal durfte bereits Andermatt die Auszeichnung «Jugendfreundliches Bergdorf» entgegennehmen.

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