Jugendhaus und «Gegenvorschlag» abgelehnt

Die Urner Bevölkerung hat die Initiative der JUSO, in der ein Jugendhaus für Uri gefordert wurde, klar abgelehnt. Auch der vom Kanton ausgearbeitete «Gegenvorschlag» zur Kantonsverfassungsänderung der Kinder- und Jugendförderung fand keine Zustimmungsmehrheit.

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Uri will eines seit 30 Jahren: Im Bild das Jugendhaus in Ibenmoos. (Bild: Maria Schmid / Neue LZ)

Uri will eines seit 30 Jahren: Im Bild das Jugendhaus in Ibenmoos. (Bild: Maria Schmid / Neue LZ)

Die am 20. Oktober von der JUSO eingereichte Volksinitiative «Jugendhaus für Uri» wurde vom Urner Stimmvolk klar mit 7759 zu 2067 Stimmen abgelehnt. Die Stimmbeteiligung lag bei 38,8%. Die vom Kanton vorgeschlagene Verfassungsänderung zur Kinder- und Jugendförderung wurde ebenfalls abgelehnt – mit 4948 zu 4721 Stimmen.

Der Kanton schlug vor, die Initiative der JUSO abzulehnen und die vom Kanton ausgearbeitete Verfassungsänderung des Artikels 40a zur Kinder- und Jugendförderung anzunehmen. Bereits seit 30 Jahren wird eine Jugendhaus gefordert, wie die JUSO mitteilt. Obwohl sich die Situation betreff Jugendkultur im Kanton Uri in den vergangenen Jahren merklich verbessert habe, brauche es ein kantonales Jugendkulturhaus. Dort soll den Jugendlichen eine Möglichkeit geboten werden, sich in Projekten wie Konzerten, Begegnungsanlässen und jugendkulturellen Tätigkeiten zu verwirklichen. Durch die kantonale Betreuung solle sichergestellt werden, dass keine sonstigen Drogen und alkoholische Getränke nur im gesetzlichen Rahmen konsumiert werden.

pd/chg