Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Jugendschutz: Gute Noten für Urner Betriebe

Bei Testkäufen von Alkohol und Tabakwaren haben von 30 Verkaufsstellen 27 die gesetzlichen Bestimmungen eingehalten. Das ist eine Verbesserung gegenüber des vergangenen Jahres.
In Testverkäufen wird das Einhalten der gesetzlichen Richtlinien geprüft. (Bild: Martin Ruetschi/Keystone, 16. Mai 2008)

In Testverkäufen wird das Einhalten der gesetzlichen Richtlinien geprüft. (Bild: Martin Ruetschi/Keystone, 16. Mai 2008)

Im Rahmen des kantonalen Aktionsprogramms «Psychische Gesundheit 2017 bis 2020» wurden im Mai 2018 zum fünften Mal Testkäufe bei Urner Verkaufsstellen durchgeführt. Es wurden 30 Betriebe bezüglich des Verkaufs von Tabak und Alkohol an Minderjährige getestet. Bis auf wenige Ausnahmen wurden die gesetzlichen Bestimmungen zum Jugendschutz konsequent eingehalten, wie die Gesundheitsförderung Uri mitteilt.

Das Amt für Gesundheit Uri und die Fachstelle Gesundheitsförderung Uri setzen sich für die Gesundheit von Kindern und Jugendlichen ein. Deshalb werde die Durchsetzung der geltenden gesetzlichen Verkaufs- und Abgabebestimmungen von Tabak und Alkohol an Kinder und Jugendliche stark gewichtet, wie die Fachstelle schreibt.

Test ohne strafrechtliche Konsequenzen

Gemäss Gesetz dürfen keine Tabak- und Alkoholprodukte an unter 16-Jährige und keine Spirituosen an unter 18-Jährige abgegeben oder verkauft werden. Um die Einhaltung der Verkaufs- und Abgabebestimmungen zu erfassen, wurden in Kooperation mit dem Blauen Kreuz im Mai 2018 wiederholte Tabak- und Alkohol-Testkäufe durchgeführt. Die Testkäufe haben bis heute keine strafrechtlichen Konsequenzen für die Verkaufsstellen.

Die Testkäufe wurden durch speziell ausgebildete Personen des Blauen Kreuzes Zürich durchgeführt. Es wurden verschiedene Gastronomiebetriebe, wie Cafés, Restaurants, Bars sowie Detailhandelsgeschäfte, Kioske und Tankstellenshops geprüft. Von den getesteten 30 Verkaufsstellen haben 27 die gesetzlichen Bestimmungen zum Jugendschutz eingehalten. Im Vergleich zu den Testkäufen, welche im Dezember 2017 durchgeführt wurden, ist die Gesundheitsförderung Uri erfreut über die aktuellen Resultate. Bei der vorjährigen Durchführung hatten mehr als die Hälfte der Verkaufsstellen dem Gesetz zu wider gehandelt.

Zahl der illegalen Verkäufe hat sich reduziert

Zum Tabakverkauf werden im Kanton Uri bereits seit 2014 Testkäufe durchgeführt. Dabei zeigt sich eine positive Entwicklung. Die Zahl von 55 Prozent illegal verkauften Tabakwaren im Jahr 2015 reduzierte sich auf aktuell noch 11 Prozent. Alkohol-Testkäufe werden erst seit 2016 durchgeführt. In den vergangenen drei Jahren zeigte sich speziell 2017 ein hoher Anteil an illegalen Verkäufen an Minderjährige von Bier (43 Prozent) und Spirituosen (45 Prozent). Die Ergebnisse vom Mai 2018 sind im Vergleich dazu um ein Vielfaches tiefer: 7 Prozent beim Bier und 4 Prozent bei den Spirituosen. «Die Testkäufe zeigen ein mehrheitlich vorbildliches Verkaufsverhalten über alle getesteten Branchen hinweg.» Zwei Mal wurde an unter 16-jährige Tabak abgegeben und drei Mal wurde Alkohol in Form von Bier oder Spirituosen an Minderjährige verkauft.

Jugendschutz gilt auch bei Veranstaltungen

Die Verkaufsstellen wurden direkt nach den Testkäufen mündlich über das Ergebnis informiert. In den folgenden Wochen erhalten sie zusätzlich ein Informationsschreiben. Die Gesundheitsförderung will dadurch das Personal darauf aufmerksam machen, dass der illegale Verkauf von Tabak oder Alkohol an Minderjährige sehr wohl eine Geldbusse oder ein Strafverfahren mit sich ziehen können. Zwar nicht im Rahmen der Testkäufe, aber bei einer Anzeige etwas von Eltern. Die gesetzlichen Verkaufs- und Abgabebestimmungen gelten auch für Anlässe und Veranstaltungen, an welchen Alkohol ausgeschenkt wird und Jugendliche unter 18 Jahren zugelassen sind. Die Verantwortung liegt dabei bei den Organisatoren, welche zuständig sind für die Umsetzung der rechtlichen Bestimmungen und die geeignete Jugendschutz-Ausbildung des Verkaufspersonals.

Hinweis

Für die Beratung, Schulung und Information steht die Fachstelle Gesundheitsförderung Uri unter www.gesundheitsfoerderung-uri.ch kostenfrei zur Verfügung.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.