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Offiziersgesellschaft Uri: Jürg Janett löst Diego Bundi als Präsident ab

An der Generalversammlung wurde über die Sicherheit diskutiert und im Speziellen die Flugabwehr. Für die Offiziere ist klar, dass die Schweiz genügend Mittel dafür braucht.
Paul Gwerder
Der abtretende Präsident mit seinem Nachfolger und den Vorstandsmitgliedern: (von links) Peter Vorwerk, Jürg Janett, Diego Bundi und Philipp Binaghi. (Bild: Paul Gwerder (23. November 2018))

Der abtretende Präsident mit seinem Nachfolger und den Vorstandsmitgliedern: (von links) Peter Vorwerk, Jürg Janett, Diego Bundi und Philipp Binaghi. (Bild: Paul Gwerder (23. November 2018))

Hochkarätige Gäste aus Politik, Wirtschaft und Armee sowie die Mitglieder der Offiziersgesellschaft (OG) Uri wurden am Freitagabend in der Stiftung Behindertenbetriebe Uri mit Klängen der Sechsermusik Bürglen empfangen. Präsident Diego Bundi kam in seinem Jahresblick auf die Höhepunkte des Jahres zurück, so etwa auf den Rundgang durch die Kraftwerkanlage Göschenen und den Donatoren-Anlass mit der Besichtigung der Fischzucht «Basis 57» in Erstfeld.

Der Weiterentwicklung der Armee, welche am 1. Januar offiziell gestartet ist, steht man positiv gegenüber. «So wird klar begrüsst, dass die jungen Kaderleute das Handwerk des Soldaten wieder erlernen, sie Beispiele der Führung erleben, und dass die Selektion fundierter und mit weniger Zeitdruck erfolgt», so Bundi.

Wird das Volk genügend Mittel zugestehen?

Mehr Sorgen bereitet dem Präsidenten die Luftraumverteidigung. Die Schweizer Armee habe den Auftrag, das Land und seine Bevölkerung zu verteidigen. Um diesen Auftrag erfüllen zu können, müsse die Luftwaffe praktisch alle ihre Mittel zum Schutz der Schweiz vor Gefahren aus der Luft erneuern. Bei den Systemen der bodengestützten Luftverteidigung bestehe bei grösseren Reichweiten seit längerem eine Lücke und es gelte, bei den Kampfflugzeugen möglichst keine solche entstehen zu lassen. «Es geht hier nicht nur um die Frage, ob die Armee neue Kampfflugzeuge braucht, sondern ob das Volk der Armee die nötigen Mittel zugestehen will, damit sie ihren Auftrag erfüllen kann», betonte der Präsident. «Was nützen uns also gut ausgebildete Bodentruppen ohne einen entsprechenden Schutz von oben?»

Nach vier Jahren Amtszeit gab Präsident Diego Bundi seinen Rücktritt bekannt. «Für mich war diese Zeit eine grosse Bereicherung», so Bundi. «Der Abschied fällt mir leichter, weil ich mit Oberst Jürg Janett einen neuen Präsidenten zur Wahl vorschlagen kann.» Mit grossem Applaus wurde Janett einstimmig zum Präsidenten der OG Uri gewählt. Auch hat auf der GV Vorstandsmitglied Hubert Herger seine Demission eingereicht. Die Mitglieder Marco Gerig, Lukas Richli und Hubert Lussmann wurden bestätigt. Oberstleutnant Peter Vorwerk aus Bürglen und Oberleutnant Philipp Binaghi (Luzern) wurden in den Vorstand gewählt. Auch gehört dem Vorstand David Regli an.

Simmen gewinnt zum elften Mal

Die von Kassier Marco Gerig präsentierte Jahresrechnung schloss mit einem Überschuss. An der GV wurden zudem die drei besten Pistolenschützen des Feldschiessens geehrt. Gewonnen hat bereits zum elften Mal Christian Simmen mit 176 Punkten vor Erich Planzer (174) und Jürg Janett (168). Im kommenden Jahr feiert die OG Uri mit einem Offiziersball den 175. Geburtstag im Hotel Radisson Blu in Andermatt. Folgende Mitglieder der OG Uri werden diesen Anlass organisieren: Diego Bundi (OK-Präsident), Peter Maurer, Urs Mock, Michele Paganini und Hubert Lussmann.

«Das Schweizer Volk steht hinter der Armee»

Regierungsrat Beat Jörg erinnerte an das Ende des 1. Weltkriegs vor hundert Jahren. «Heute müssen wir aufpassen, dass so etwas nicht wieder vorkommt, denn es gibt viele gefährliche Tendenzen», so Jörg. «Die Gewährleistung der Sicherheit für das Volk ist eine riesige Herausforderung und dies muss unsere Armee meistern. Es ist aber beruhigend, dass das Schweizer Volk zum Glück hinter der Armee steht.» Er dankte den Offizieren: «Sie stehen an vorderster Front im Einsatz und übernehmen Verantwortung für die Sicherheit und den Frieden in unserem Land.» Befriedigt stellte Jörg fest, dass die Urner gut ausgebildet und sportlich auf der Höhe seien.

Der Chef der Flughafenpolizei des Flughafens Zürich, Ueli Zoelly, gab in einem Referat einen Einblick über die riesigen Herausforderungen rund um die Sicherheit am Schweizer Tor zur Welt. Er lobte die «Aufbruchstimmung» in Uri – und meinte: «Die Zürcher fänden es sympathisch, wenn eine Urnerin erstmals zur Bundesrätin gewählt würde.»

Für die Flughafenpolizei stehen 1500 Personen im Einsatz «Es sind heute unsichere Zeiten und unter den vielen Tausend Menschen gibt es leider immer wieder solche mit schlechten Absichten», so Zoelly. «Wir müssen deshalb immer parat sein.» Es sei eine Herkulesaufgabe, denn im Jahr zählt Kloten rund 30 Millionen Passagiere und pro Tag 741 Flugbewegungen. Auf dem relativ kleinen Gelände gibt es 288 Firmen mit 26000 Arbeitsplätzen und täglich gehen hier über 80000 Menschen ein und aus. Diese gelt es zu beschützen.

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