JUSO: Junge Urner lehren Anderssprachige Deutsch

Integration beginnt mit der Sprache, findet die Juso Uri und belässt es nicht bei Worten: Zweimal wöchentlich bietet die Partei kostenlose Deutschkurse an.

Drucken
Teilen
Nicole Simmen von der Juso Uri gibt Asylbewerbern Deutschunterricht. (Bild Manuela Kalbermatten/Neue UZ)

Nicole Simmen von der Juso Uri gibt Asylbewerbern Deutschunterricht. (Bild Manuela Kalbermatten/Neue UZ)

«Es ist fünf nach halb drei», sagt der junge Mann aus Eritrea unsicher, lange hat er die auf einem Zettel abgebildete Uhr betrachtet. Er strahlt, als sich seine Antwort als richtig erweist. Wie aus der Pistole geschossen kommt das «Es ist zwanzig nach fünf», und beim nächsten Zettel: «Es ist halb acht». Auch sein Landesgenosse hat nun den schwierigen Unterschied zwischen der Angabe der Uhrzeit auf Englisch und Deutsch verstanden. Seit zweieinhalb Monaten seien sie in der Schweiz, so die beiden Afrikaner: Zu Beginn des Kurses hätten sie kaum ein Wort Deutsch verstanden. «Es ist so ermutigend, diese Fortschritte zu sehen», freut sich Nicole Simmen, die an diesem Abend mit Kollege Fabian Bissig den Deutschkurs leitet. Die junge Frau lobt die Notizen eines Mannes aus Serbien: «Dein Deutsch ist sehr gut.» «Talent», erwidert er und lacht.

Jeder ist willkommen
Es ist Montagabend, und im Didaktischen Zentrum in Altdorf sitzen acht Männer aus fünf Nationen um einen Tisch. Sie stammen aus Eritrea, Sri Lanka, dem Kosovo, Serbien und Israel. Die meisten sind Asylbewerber, zwei sind erst seit wenigen Tagen im Kanton Uri. Einer der Männer ist mit einer Urnerin verheiratet. Er spricht zwar Schweizerdeutsch das Hochdeutsch bereitet ihm noch Mühe. Alle sind sie der Einladung der Juso Uri zum kostenlosen Sprachkurs gefolgt. «Der Kurs ist für alle offen», betont Nicole Simmen, die 23-Jährige ist wie ihr Kollege in der Juso-Geschäftsleitung und eines der acht Mitglieder, die den Unterricht ehrenamtlich abhalten. «Jeder, der Deutsch lernen will, ist willkommen.»

Manuela Kalbermatten

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Freitag in der Neuen Urner Zeitung.