JUSTIZ: Erstfelder Barchef droht nun doch eine Strafe

Hat ein Erstfelder Barchef illegal Prostituierte beherbergt? Diese Frage muss das Urner Obergericht ein zweites Mal beurteilen.

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(Symbolbild Adrian Stähli/Neue LZ)

(Symbolbild Adrian Stähli/Neue LZ)

Das Urner Obergericht muss die Frage, ob ein Erstfelder Barbetreiber illegal Prostituierte beherbergt hat, neu beurteilen. Das Bundesgericht hat einen Freispruch des Urner Obergerichts aufgehoben.

Das Landgericht Uri hatte den heute 41-Jährigen wegen mehrfachen Erleichterns des rechtswidrigen Verweilens im Lande verurteilt. Da seine weiblichen Gäste nicht als Touristinnen, sondern als Prostituierte in der Bar weilten. Das Urner Obergericht hatte eine Beschwerde des Barbetreibers gutgeheissen. Nun hat sich der Staatsanwalt mit Erfolg ans Bundesgericht gewendet.

Das Bundesgericht hob den Freispruch auf, weil das Urner Obergericht den Fall nach den seit 2005 geltenden Bestimmungen über die verdeckte Ermittlung beurteilt hatte. Laut Bundesgericht muss das Obergericht nun darüber befinden, ob der Einsatz des Polizeibeamten nach dem im April 2004 geltenden Recht zulässig war.

Urs-Peter Inderbitzin

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Donnerstag in der Neuen Urner Zeitung.