JUSTIZ: Schütze entlastet Ignaz Walker

Überraschung im Fall Ignaz Walker: Der verurteilte Auftragsschütze erklärt gegenüber der «Rundschau»: Der Auftrag für die Tat stammte nicht von Ignaz Walker.

Bruno Arnold
Drucken
Teilen
Fall Ignaz Walker: Der Auftragsschütze packt aus. (Bild: Screenshot SRF)

Fall Ignaz Walker: Der Auftragsschütze packt aus. (Bild: Screenshot SRF)

Der heute 27-jährige Kroate Sasa Sindelic ist vom Landgericht Uri am 24. Oktober 2012 des versuchten Mordes in Mittäterschaft schuldig gesprochen und zu 8 Jahren Gefängnis verurteilt worden. Er soll im November 2010 im Auftrag des Erstfelder Barbetreibers Ignaz Walker versucht haben, dessen damalige Ehefrau Nataliya K. zu erschiessen. Nun entlastet Sindelic den Barbetreiber: «Ignaz Walker hat nichts mit dem Mordanschlag zu tun. Er hat nichts gemacht, nichts geplant, gar nichts», sagte er gestern in der «Rundschau» von Schweizer Fernsehen SRF.

Auftrag von Ehefrau und Freund

Nataliya K. und deren damaliger Freund hätten den Anschlag inszeniert. «Das Ziel war ein vorgetäuschter Mord, damit Ignaz Walker beschuldigt werden kann und in Haft kommt», lässt sich Sindelic in der «Rundschau» zitieren. Der Schuss in den Rücken sei ein Fehlschuss gewesen. Das sei das Einzige, was bei diesem inszenierten Mordversuch schiefgegangen sei. Auf die Frage, warum er erst jetzt auspacke, sagte Sindelic, er habe Angst vor den Auftraggebern gehabt.

bar

Ignaz Walker ist zurzeit im Gefängnis Grosshof in Kriens inhaftiert. (Bild: Screenshot «Rundschau»)

Ignaz Walker ist zurzeit im Gefängnis Grosshof in Kriens inhaftiert. (Bild: Screenshot «Rundschau»)