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Kader der Schächentaler Feuerwehren übt auf dem Ratzi

Auf dem Ratzi haben 32 Feuerwehrleute aus Unterschächen, Spiringen und Bürglen an verschiedenen Posten den Umgang mit den Gefahren von Schnee und Lawinen geübt. Die Gemeinden bilden ihre Feuerwehrleute seit 2006 gemeinsam aus.
Markus Schuler leitet den Posten «Sondieren» am Ausbildungstag der FWKS. (Bild: PD)

Markus Schuler leitet den Posten «Sondieren» am Ausbildungstag der FWKS. (Bild: PD)

Am Samstag, 9. Februar, fand auf dem Ratzi eine Übung der Feuerwehrkoordination Schächental (FWKS) statt. Das Kader der Feuerwehren Unterschächen, Spiringen und Bürglen übte an den drei Posten Lawinenverschüttetengerät (LVS), Sondieren und Schneeprofile. Insgesamt nahmen 32 Feuerwehrleute an der Doppelprobe teil.

Im Jahr 2006 haben sich die drei Schächentaler Gemeinden Bürglen, Spiringen und Unterschächen vertraglich zu einer Zusammenarbeit im Feuerwehrwesen verpflichtet. Vorwiegend in den Bereichen Ausbildung, Materialbeschaffung und bei Ernstfalleinsätzen werden Ressourcen, Arbeitskräfte und Wissen geteilt. Jede Gemeinde bleibt dabei unabhängig und autonom. Jedes Jahr werden drei bis vier Übungen im Bereich Kader und Atemschutz gemeinsam durchgeführt. Alle drei Jahre findet zudem, eine grosse Mannschaftsübung im Verbund statt, um Grossereignisse zu üben.

Um 8 Uhr begrüsste René Müller, der Verantwortliche der FWKS, die Kursteilnehmer in der Garage des Skilift Ratzi. Nach der Gruppeneinteilung und der Vorstellung des Tagesablaufs stand ein Theorieblock auf dem Programm. Hans Martin Henny von der Lawinenzentrale Andermatt teilte gemäss einer Mitteilung der FWKS im Referat sein grosses Fachwissen mit den Anwesenden Feuerwehrleuten. Er erklärte mithilfe von eindrücklichem Bild- und Filmmaterial die verschiedenen Lawinenarten und deren Gefahren. Danach wurde an den drei Posten – Lawinenverschüttetengerät, Sondieren und Schneeprofile – praktisch gearbeitet.

Sepp Herger und Reto Gisler zeigten am Posten LVS, die Handhabung von Lawinenverschüttetengeräten und das richtige Vorgehen beim Ausgraben und Retten einer verschütteten Person.

Gefahren verschiedener Schneeschichten behandelt

Am zweiten Posten – Sondieren – lehrten Markus Schuler und Anton Arnold die Teilnehmer das korrekte Verhalten nach einem Lawinenniedergang. Die beiden Referenten zeigten das Abstecken des Lawinenkegels, die Organisation auf dem Schadenplatz und das Vorgehen beim Absuchen. Das Hauptaugenmerk an diesem Posten wurde auf das Sondieren gelegt.

Am dritten Posten – Schneeprofile – wurden die Anwesenden von Hans Martin Henny empfangen. Im Gelände konnten die Feuerwehrleute an einem Schneeprofil die unterschiedlichen Schichten einer Schneedecke anschauen und untersuchen. Hans Martin erklärte die Entstehung dieser Schichten und deren Gefahren.

Als die Postenarbeit beendet war, fand eine Übungsbesprechung mit allen Akteuren statt. René Müller dankte allen Teilnehmern für die engagierte Arbeit an den verschiedenen Posten. Einen besonderen Dank richtet er an die Verantwortlichen der Luftseilbahn Spiringen-Ratzi/Skilift Ratzi und die Referenten. Er habe auf einen interessanten und lehrreichen Morgen zurückblicken können und ist überzeugt, dass die Feuerwehren im Schächental für Einsätze im Winter bestens gerüstet sind. (pd/jb)

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