Kaiserschnitte: Zahl nimmt ab

Weltweit steigt die Kaiserschnittrate an. Anders im Kanton Uri: Hier ist eine Trendwende zu beobachten. Chefarzt Helge Binder erklärt warum.

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Helge Binder, Chefarzt Gynäkologie und Geburtshilfe, empfiehlt nicht bewusst Kaiserschnitte. (Bild: Andrea Schelbert/Neue UZ)

Helge Binder, Chefarzt Gynäkologie und Geburtshilfe, empfiehlt nicht bewusst Kaiserschnitte. (Bild: Andrea Schelbert/Neue UZ)

«Die Trendwende am Kantonsspital Uri ist beachtenswert», sagt Helge Binder. Der Chefarzt Gynäkologie und Geburtshilfe des Kantonsspitals Uri in Altdorf freut sich, dass die Anzahl Kaiserschnitte im Kanton Uri abgenommen hat. 2009 wurden 109 Kaiserschnitte bei 313 Geburten verzeichnet. Damit lag man über dem schweizerischen Durchschnitt von 32,8 Prozent. Anders im letzten Jahr: Auf 320 Geburten fielen nur noch 84 Kaiserschnitte. So konnten die 34,8 Prozent (2009) innerhalb eines Jahres um 8,8 auf 26 Prozent verringert werden.

Wie erklärt sich das der Facharzt? «Seit Juni 2009 werden unsere Patientinnen nicht mehr aktiv auf einen Wunschkaiserschnitt hingewiesen», so Binder. Ausserdem habe man die Möglichkeit einer vaginalen Geburt mit vielen kleinen Massnahmen wie etwa der Anschaffung neuer Herztongeräte und genauerer Überwachung von Mutter und Kind verbessert.

Andrea Schelbert

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Mittwoch in der Neuen Urner Zeitung.