Urner National- und Ständeratskandidaten stellen sich den Fragen

Bei einem Podium am Donnerstag, 26. September, im Theater Uri sprechen die National- und Ständeratskandidaten über nationale und persönliche Themen.

Florian Arnold
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Wer kommt ins Bundeshaus, und wer muss draussen bleiben? (Bild: Anthony Anex / Keystone, Juli 2019)

Wer kommt ins Bundeshaus, und wer muss draussen bleiben? (Bild: Anthony Anex / Keystone, Juli 2019)

Die Ausgangslage ist spannend: Für den einzigen Sitz des Kantons Uri im Nationalrat stellen sich Kandidaten von allen vier grossen Landratsparteien zur Verfügung. Um die Gunst der Wähler buhlen Simon Stadler (CVP), Matthias Steinegger (FDP), Pascal Blöchlinger (SVP) und Urs Kälin (SP). Für die beiden Ständeratssitze kandidieren Josef Dittli (FDP, bisher) und Heidi Z’graggen (CVP, neu).

Keine einfache Entscheidung also bei den Wahlen vom 20. Oktober. Hilfe beim Auswahlverfahren soll nun diese Veranstaltung bieten: Am Donnerstag, 26. September, 20Uhr, laden das «Urner Wochenblatt», die «Urner Zeitung» sowie die SRG Uri zum gemeinsamen Wahlpodium im Theater Uri ein. In diesem Rahmen haben die Kandidaten die Gelegenheit, sich zu präsentieren und sich gegenseitig zu messen. Moderiert wird die Veranstaltung von Markus Arnold, Chefredaktor des «Urner Wochenblatts», Florian Arnold, Redaktionsleiter der «Urner Zeitung», sowie Karin Portmann, Leiterin Regionalredaktion Zentralschweiz Radio SRF.

Viel politische Erfahrung vorhanden

Ohne Konkurrenten können die beiden Ständeratskandidaten in den Wahlkampf steigen. Josef Dittli (FDP, Attinghausen) vertritt Uri in der kleinen Kammer seit 2015. Der 62-Jährige bezeichnet sich als unabhängiger Stiftungs- und Verwaltungsrat und gehört in Bern unter anderem den Kommissionen für soziale Sicherheit und Gesundheit, Sicherheitspolitik sowie Verkehr und Fernmeldewesen an. Heidi Z’graggen (CVP, Erstfeld) ist seit 2004 Justizdirektorin des Kantons Uri und amtete von 2014 bis 2016 als Frau Landammann. Im vergangenen Jahr kandidierte sie als Bundesrätin. Sie ist zudem Präsidentin der Eidgenössischen Natur- und Heimatschutzkommission.

Eine einzige Stimme kann entscheiden

Für eine spezielle Konstellation sorgen die vier Kandidaten für einen Urner Sitz im Nationalrat. Denn der Urner Sitz wird per Majorz in einem Wahlgang bestimmt, oder kurz: Wer eine Stimme mehr als seine Konkurrenten macht, ist gewählt. Da sich die drei Nationalratskandidaten der wählerstärkeren bürgerlichen Parteien gegenseitig Stimmen wegnehmen, stehen die Chancen also auch für Urs Kälin (SP, Altdorf) der eher wählerschwächeren Linken sehr gut. Der Historiker ist 60-jährig und seit 2009 im Gemeinderat von Altdorf, den er seit 2015 präsidiert. Simon Stadler (CVP) ist als 31-Jähriger der jüngste der Runde. Der Altdorfer Lehrer sitzt seit 2012 im Urner Landrat. Seit gleich langer Zeit ist Pascal Blöchlinger (SVP, Altdorf) im Landrat und darf sich seit Juni als dessen Präsident «höchster Urner» nennen. Der 42-jährige Altdorfer Ökonom war bis zu seiner Nominierung Kantonalpräsident der SVP. Ebenfalls seit 2012 im Landrat ist Matthias Steinegger (FDP), der ebenfalls seiner Kantonalpartei vorstand und auch seit 2012 im Landrat politisiert. Der 43-Jährige ist Teil der Geschäftsleitung der Arnold & Co. AG in Flüelen. Sie dürften sich einen intensiven Wahlkampf leisten.

Klima, EU und AHV werden thematisiert

Das Podium soll Klarheit bringen, wo sich die sechs Politiker positionieren. In drei grösseren Gesprächsrunden nehmen sie Stellung zu aktuellen politischen Themen. Dazu zählen unter anderem die Klimadebatte, die Beziehung zwischen der Schweiz und der EU sowie die Sicherung der Altersvorsorge. In Einzelinterviews soll dann auf die persönlichen Fähigkeiten, die bisher geleistete Arbeit in Gesellschaft, Politik und Berufsleben sowie auf die gesteckten Ziele in Bern eingegangen werden. Dabei ist auch mit kritisch formulierten Fragen zu rechnen. Zum Schluss der Veranstaltung wird schliesslich die Möglichkeit geboten, aus dem Publikum Fragen zu stellen.

Das Podium findet am 26. September, 20 Uhr, im Theater Uri statt. Eintritt frei.