KANTON: 207'190 Kilometer freiwillig unterwegs

Der Kantonalverband Uri des SRK war 2016 sozial sehr stark engagiert. An der Mitgliederversammlung musste allerdings ein Defizit präsentiert werden.

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Von links: Barbara Bär, Benedikt Bauer, Jeannette Oderbolz, Thomas Gasser, Marika Aschwanden und Ivo Cathomen. (Bild: PD)

Von links: Barbara Bär, Benedikt Bauer, Jeannette Oderbolz, Thomas Gasser, Marika Aschwanden und Ivo Cathomen. (Bild: PD)

Der Kantonalverband Uri des Schweizerischen Roten Kreuzes (SRK) beschäftigt sechs Teilzeitangestellte mit gesamthaft 230 Stellenprozenten. Weiter kann der Verein 29 Mitarbeitende im Stundenlohn beschäftigen mit total rund 560 Stellenprozenten. Insgesamt bieten 66 Freiwillige dem SRK ihre Dienste an.

Vergangene Woche traf sich der Verband nun zur Mitgliederversammlung. Benedikt Bauer, Präsident, und Marzio Medici, Vizepräsident, wurden den Anwesenden zur Wiederwahl vorgeschlagen. Sie sind von der Versammlung einstimmig für eine weitere vierjährige Amtszeit gewählt worden.

Die Leiterin Finanzen, Silvia Planzer, präsentierte einen Jahresverlust von 23'000 Franken. Für das laufende Jahr wird ein Gewinn von 1000 Franken budgetiert. Ausserdem wurde an der GV ein Einblick in das breite Schaffen des SRK in Uri geboten.

Pflegende Angehörige werden entlastet

Die Bereichsleiterin Andrea Gisler berichtete, dass die Einsatzstunden zu Gunsten von pflegenden Angehörigen im Vergleich zum Vorjahr leicht gesunken sind. 2016 wurden 4045 Entlastungsstunden bei 28 Klienten von 12 Mitarbeiterinnen geleistet. Dank der Leistungsvereinbarung mit dem Kanton Uri ist es möglich, diesen Dienst nach wie vor zu sozial verträglichen Tarifen anzubieten. Das SRK Uri ist stolz, mit dieser Dienstleistung dazu beizutragen, dass ältere, kranke oder behinderte Menschen so lange wie möglich zu Hause wohnen können.

Der Rotkreuz-Fahrdienst ermöglicht betagten, behinderten und kranken Menschen Fahrten zum Arzt oder zu Therapien. 35 freiwillige Fahrerinnen und Fahrer haben insgesamt 207'190 Kilometer zurückgelegt. Sehr gut ist auch das Rollstuhlauto ausgelastet. Im vergangenen Jahr wurden mit diesem 8799 Kilometer gefahren.

28 Freiwillige haben bei 31 Klienten gesamthaft 1498 Besuchsstunden absolviert. Zum 150-jährigen Bestehen des SRK besuchten Freiwillige des Besuchs- und Begleitdienstes, Freiwillige aus den Samariter­vereinen und 5 Mitarbeiterinnen total 104 Personen. Laut Bereichsleiterin Sara Fedier ist seit dem 5. Dezember, dem Tag der Freiwilligen, die Anlaufstelle www.zyytpunkt.ch online. Für deren Kerngruppe werden noch Freiwillige gesucht.

126 Notrufgeräte sorgen für Sicherheit

Notrufgeräte bieten grösstmögliche Sicherheit rund um die Uhr, was für viele ältere Menschen wichtig ist, um selbstständig in ihrer vertrauten Umgebung leben zu können. Per Knopfdruck sind sie sofort mit der Notrufzentrale verbunden und können jederzeit Hilfe anfordern. Ende 2016 waren 126 Notrufsysteme installiert, wie Bereichsleiterin Lydia Arnold berichtete.

Im vergangenen Jahr konnten wiederum zwei Lehrgänge mit total 27 Teilnehmern durchgeführt werden, informierte Bereichsleiterin Claudia Gisler. Auch die übrigen Kurse wie beispielsweise «Babysitting» oder auch der «Runde Tisch zum Thema Demenz» fanden mit total 109 Teilnehmern grossen Anklang. Ende 2016 fand das Audit zur Aufrechterhaltung der Eduqua-Zertifizierung statt.

Die Ergotherapiestelle ist mit rund 140 Stellenprozenten besetzt und konnte im vergangenen Jahr ein sehr gutes Ergebnis erreichen. Ergotherapeutische Behandlungen werden vom Arzt verordnet und über die Krankenkasse abgerechnet. Das SRK behandelt Patienten mit neurologischen Erkrankungen wie Schlaganfall, aber auch Hand- und Fingerverletzungen oder altersbedingte Defizite. Ausserdem ist ein Ergotherapeut eine Kapazität im Bereich des Medi-Taping. Das Hauptziel dieser Methode ist es, körpereigene Heilungsprozesse durch ein spezielles Material und damit verbundene Klebetechniken zu unterstützen.

Mobile Hilfestelle wird dem Spital übergeben

Der Präsident Benedikt Bauer informiert die Anwesenden über die Ausbildung der 53 Mitglieder. Die Mobile Sanitätshilfestelle wird bei einem Grossereignis ab 20 Opfern aufgeboten. Um diesen Ernstfall bewältigen zu können, muss das Personal gut ausgebildet und aufeinander eingespielt sein.

Dies wurde an diversen Tages- und Abendübungen geprobt. Einen ersten «Einsatz» als Teil des Einsatzkonzepts Sanität Nord, hatten diese an der Eröffnung des Gotthard-Basistunnels. Am 1. Januar wurde die Hilfestelle an das Kantonsspital Uri übergeben.

Das SRK bietet aber noch weitere Dienstleistungen an. Zum Tag der Kranken, der jeweils am ersten Sonntag im März begangen wird, verteilt das SRK Uri in Zusammenarbeit mit der Spitex Uri Blumengrüsse in Alters- und Pflegeheimen sowie an Personen, welche zu Hause gepflegt werden. Die Aktion «2x Weihnachten» wurde bereits zum 20. Mal durchgeführt. Dabei werden lang haltbare Lebensmittel, Hygieneartikel und vieles mehr an die Sozialdienste der Gemeinden und verschiedene Institutionen geliefert.

Hinweis

Die Jahresrechnung ist bei der Geschäftsstelle erhältlich oder unter www.srk-uri.ch.