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KANTON: 50 000 Personen sind bei der Urner Polizei registriert

Die Urner Polizei speichert massenhaft Personendaten. Laut dem Urner Datenschützer Karl Stadler fehlen klare Regeln, wie die Polizei damit umgehen soll.
Anian Heierli
Viele Daten (Im Bild das Staatsarchiv Zug) werden von der Urner Polizei von Hand gelöscht. (Symbolbild Neue ZZ)

Viele Daten (Im Bild das Staatsarchiv Zug) werden von der Urner Polizei von Hand gelöscht. (Symbolbild Neue ZZ)

Die Urner Kantonspolizei verwaltet Daten von 50 000 Personen. Das sind 15 000 mehr, als der Kanton Einwohner hat. In die Datenbank kommt unter anderem, wer eine Straftat begeht, zu schnell fährt, vermisst wird, als Zeuge aussagt oder polizeiliche Hilfe in Anspruch nimmt. Je nach Registrierungsgrund bestehen für die Personendaten unterschiedliche Löschfristen, die gesetzlich eingehalten werden müssen. Bislang existiert aber nur in wenigen Teilbereichen ein System, das die Daten automatisch vernichtet. Gelöscht wird vorwiegend aufwendig von Hand.

Und damit steht die Urner Polizei nicht alleine da. Auch ihre Luzerner Kollegen verfügen über kein solches System, was für Aufsehen sorgte. Der Urner Datenschutzbeauftragte Karl Stadler führt bei den kantonalen Departementen stichprobenartige Kontrollen durch. «In Uri ist das kantonale Datenschutzgesetz schwammig», sagt Stadler. «Wie die Polizei mit Daten umzugehen hat, ist nur allgemein und mehrdeutig geregelt.»

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