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KANTON: Bergführer beschreibt die schönsten Urner Kletterrouten

Rund 360 Routen beschreibt der Urner Toni Fullin in seinem neusten Buch. Viele davon hat er selber erschlossen oder saniert.
Elias Bricker
Im Kanton Uri gibt es Kletterrouten in allen Schwierigkeitsgraden. (Bild: PD)

Im Kanton Uri gibt es Kletterrouten in allen Schwierigkeitsgraden. (Bild: PD)

Elias Bricker

Bergführer Toni Fullin schwärmt über den Kanton Uri in den höchsten Tönen: «Diese Vielfalt auf so engem Raum: Das ist weltweit fast einzigartig.» Bergsteiger kämen hier voll auf ihre Kosten. «Kletterer finden sowohl dolomitenartige Kalkzinnen als auch wunderbare Granitwände vor», sagt der Flüeler. «Es gibt für alle etwas – in jedem Schwierigkeitsgrad.» Fullin hat nun mit Hilfe von Bergführer Andy Banholzer aus Göschenen die schönsten Urner Routen in einem neuen Kletterführer zusammengefasst. «Uri excellence – Alpine Sportkletterrouten im Kanton Uri/Traumrouten im Kalk und Granit» heisst das 320 Seiten dicke Buch, das kürzlich im SAC-Verlag erschienen ist.

Der neue Führer stellt insgesamt rund 360 Routen im ganzen Kanton vor – Kletterrouten vom Riemenstaldnertal bis zum Furkagebiet. Der Führer richtet sich in erster Linie an fortgeschrittene Sport- und Freikletterer. Das Buch ist voll mit eindrücklichen Bildern. Zudem hat Fullin bei jeder Route genau beschrieben, wo die Schwierigkeiten liegen und wie viel Material man dafür benötigt.

«Keine Lorbeeren ernten»

Fullin hat in den vergangenen Jahrzehnten bereits mehrere Kletterführer publiziert. «Sinn und Zweck dieses Auswahlführers ist es, vor allem dem gebietsfremden Kletterer ein einmaliges Stück Natur näher vorzustellen», schreibt Fullin im Vorwort des Buches. «Eine Auswahl der schönsten Klettereien kann aber nur eine subjektive Auswahl sein.» Denn was für den sportlich kletternden Alpinisten Traumland sei, könne für den reinen Sportkletterer ein Albtraum sein. Der eine suche möglichst grosse Schwierigkeiten, der andere schätze auch eine grasdurchsetzte Voralpenroute zur Frühlingszeit, wenn die Enziane und Flühblümchen blühen.

Einen grossen Teil der 360 beschriebenen Routen ist der 67-jährige Fullin selber schon geklettert. Einige Routen hat er sogar als Erster überhaupt begangen oder hat sie mit Kletterhaken für andere Berggänger erschlossen. In den vergangenen Jahren hat Fullin zusammen mit seinem Sohn Mario auch viele ältere Routen wieder saniert. Dazu haben sie neue, sicherere Kletterhaken in die Felswände gebohrt. «Dahinter steckt viel Idealismus», sagt Fullin, der seit 26 Jahren Hüttenwart der Bergseehütte im Göscheneralptal ist. «Mit dieser Arbeit kann man aber keine Lorbeeren ernten wie bei einer Erstbesteigung», sagt der Flüeler. Nur wenige Kletterer würden überhaupt Notiz von seiner körperlich strengen Arbeit nehmen. Zudem stecke hinter jeder Routensanierung ein grosser finanzieller Aufwand. «Doch solche Sanierungen lohnen sich», ist Fullin überzeugt. Als Hüttenwart beobachte er, wie jahrelang verkümmerte Routen nach einer Sanierung plötzlich wieder vermehrt geklettert würden. «Denn die jungen Bergsteiger klettern heute lieber auf gesicherten Routen oder sogar in Klettergärten», sagt Fullin. «Das freie, alpine Klettern, wie wir es früher betrieben haben, hat momentan keinen grossen Stellenwert mehr.» Nicht nur seine Sanierungen, sondern auch der neue Kletterführer wird nun aber dazu beitragen, dass künftig noch mehr Kletterer sich in Urner Wände wagen.

Hinweis

Den Kletterführer «Uri excellence» von Toni Fullin und Andy Banholzer kann man im Buchhandel oder im Internet unter www.sac-cas.ch bestellen.

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