KANTON: Chärstelenbach wird im Landrat auf März vertagt

Der Beschluss zur Konzession für das geplante Kraftwerk am Chärstelenbach wird vertagt. Denn Umweltverbände haben eine Beschwerde eingereicht.

Anian Heierli
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Der Chärstelenbach im Maderanertal. (Bild: Florian Arnold / Neue UZ (Archiv))

Der Chärstelenbach im Maderanertal. (Bild: Florian Arnold / Neue UZ (Archiv))

Der Urner Rechtsanwalt Walter A. Stöckli hat im November Beschwerde gegen die Konzession für das geplante Kraftwerk am Chärstelenbach im Maderanertal eingelegt. Die Beratung und Beschlusserfassung zur Konzession war ursprünglich für die kommende Landratssession vom 19. Februar vorgesehen. Nun wird das Traktandum wegen einer hängigen Beschwerde der Umweltverbände WWF, Pro Natura und der Stiftung Landschaftsschutz Schweiz auf März vertagt.

Beschwerde betrifft Restwasser

«Die Vergleichsverhandlungen haben sich wegen der Festtage verzögert», erklärt Regierungsrat Markus Züst. Die Beschwerde der Umweltverbände betrifft vor allem die Restwassermenge. Weiter gilt es, mögliche Kompensationsmassnahmen zu klären. «Solche Massnahmen sind normal und gesetzlich vorgeschrieben», sagt Züst.

Zusätzlich liegt das Kraftwerkprojekt in einem sogenannten BLN-Gebiet (Bundesinventar der Landschaften und Naturdenkmäler mit nationaler Bedeutung). So wird auf oberirdische Bauwerke soweit als möglich verzichtet.