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KANTON: «Der Kanton Uri hatte Glück»

Landammann Beat Jörg blickte am Treffen der Urner Botschafter auf eine schwierige Zeit zurück. Doch Uri müsse an sich arbeiten, statt nur zu jammern.
«Es läuft rund», sagt Bildungsdirektor Beat Jörg. (Bild: Urs Hanhart / UZ)

«Es läuft rund», sagt Bildungsdirektor Beat Jörg. (Bild: Urs Hanhart / UZ)

Anfang Juni fand in Altdorf ein Treffen des Urner Botschafternetzes statt. Dabei referierte Landammann Beat Jörg vor den anwesenden Urner Botschaftern über die Entwicklung des Kantons Uri in den vergangenen Jahren. 2004 sei für Uri ein Schicksalsjahr gewesen, betonte er. Denn es war damals stark von einem Strukturwandel betroffen. «Arbeitsplätze gingen verloren. Die Wirtschaft stagnierte. Der Schuldenberg wuchs», sagte Jörg. «Uri war eine Steuerhölle, die Jungen zogen weg.»

Die bedenkliche Situation habe ein Regierungsprogramm mit klaren Zielen und griffigen Massnahmen verlangt, betonte Jörg. Die Regierung habe sich einen Kompass für das weitere Vorgehen gegeben und habe hart daran gearbeitet. «Nicht ohne sichtbaren Erfolg», wie der Landammann sagte. «Wir kommen inzwischen klar mit dem Strukturwandel. Die Wirtschaft wächst. Es gibt neue Arbeits­plätze. Die Steuern wurden gesenkt. Die Schulden sind verschwunden. Es gibt inzwischen sogar einen Spielraum für strategische Grossprojekte.»

Regierung will universitäres Institut ansiedeln

«Der Kanton Uri hatte Glück», sagte Beat Jörg. «Denn ein erstaunlich grosser Teil der Ziele wurde erreicht.» Uri brauchte auch Hilfe von aussen. Um die nötige Weitsicht zu haben, wurde mit Swiss Brand Express ein externes Unternehmen zugezogen. Deren Fachleute hätten Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Tourismus, Verkehr, Kultur, Vereine, Bildung und Gesundheit zu Uri befragt. Dabei erhielten die Verantwortlichen nicht nur Innenansichten auf den Kanton, sondern auch Aussenansichten. Gemäss den Ausführungen von Beat Jörg seien noch einige Stolpersteine im Weg, etwa mangelnde Arbeitsplätze und ein Entwicklungsgefälle, die zu überwinden seien. «Es ist schade, dass wir unsere Besonderheiten zu wenig als Stärken wahrnehmen», bedauerte Jörg. Uri solle man als aussergewöhnlichen Ort mit eigenen Qualitäten wahrnehmen können, und dafür sei das Publikum noch zu gewinnen. Es wurde klar, dass Eigenheit und gute Lage des Kantons in den Vordergrund gestellt werden müssen. Denn Uri könne mit seinen Rückzugsmöglichkeiten ein Ort der Sehnsucht werden.

«Das sind nicht einfach schöne Worte», sagte Beat Jörg. Eine lange Reihe von konkreten Massnahmen sei geplant: zum Beispiel eine gute medizinische Grundversorgung, bevorzugte Stand­orte für Unternehmen, wichtige Verkehrsverbindungen und die Planung eines Instituts aus dem universitären Bereich. «Statt zu jammern, müssen wir uns in die anstehende Arbeit hineinknien», sagte der Landammann, bevor sich die Botschafter in verschiedene Gruppen begaben und dort ihre Ideen und konkreten Vorstellungen zur Zukunft von Uri einbrachten. (bu)

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