KANTON: Komatrinker-Gesetz könnte tödliche Folgen haben

Die Urner Regierung will Komatrinker nicht zur Kasse bitten, nachdem sie in der Notaufnahme eines Spitals gelandet sind. Sie schliesst schlimme Folgen einer Gesetzesänderung nicht aus.

Florian Arnold
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Ein nationales Gesetz soll dem übermässigen Alkoholkonsum entgegenwirken. (Bild: Themenbild Nadia Schärli)

Ein nationales Gesetz soll dem übermässigen Alkoholkonsum entgegenwirken. (Bild: Themenbild Nadia Schärli)

Die Urner Regierung ist dagegen, dass Komatrinker ihre Aufenthalte im Spital oder in der Ausnüchterungszelle selber bezahlen sollen. Das geht aus der Vernehmlassungsantwort zu einer entsprechenden Parlamentarischen Initiative von Toni Bortoluzzi (SVP, Zürich) im Nationalrat hervor.

Die Wirksamkeit der vorgeschlagenen Massnahme sei nicht erwiesen, so die Regierung. Suchtfachleute befürchten zudem, dass gerade Jugendliche durch das neue Gesetz bei einem Alkoholexzess zu lange zuwarten würden, bis sie die Notversorgung in Anspruch nehmen. Dies könne zu gesundheitlichen Folgeschäden führen – im schlimmsten Fall zum Tod.